Achtzig Teilnehmer an den Fach-Workshops am Nachmittag und 230 Zuhörer beim Abendprogramm – das war die Bilanz des 3. Hilzinger Gründertags. Ihn richtete die am Rathaus angesiedelte Gründungsinitiative Hilzingen aus. Die Veranstaltung sei ein Erfolg, freute sich Bürgermeister Rupert Metzler über die hohe Gästezahl mit vielen Gründungsinteressierten und Chefs junger Startup-Unternehmen. Metzler konnte auch zahlreiche Vertreter der regionalen Geschäftswelt, der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Hochrhein und der Wirtschaftsfördereinrichtungen des Landkreises Konstanz und des Bodenseekreises begrüßen. Thematisch passend fand der Gründertag in betrieblichen Räumlichkeiten statt: Gastgeber war das im Gewerbegebiet Hilzingen beheimatete Technologie-Unternehmen Inpotron Schaltnetzteile GmbH. Moderiert wurde vom Chefredakteur der Ravensburger Wochenzeitung Südfinder, Robin Halle.

Stadion-Besuch soll bezahlbar sein

Ein Zugpferd für so manchen Besucher war sicherlich das Podiumsgespräch mit Fritz Keller. Der Winzer, Weinhändler, Gastronom, Hotelier und Präsident des SC Freiburg plauderte bereitwillig und launig mit Halle über Erfolge im Sport und in der Wirtschaft. Dazu gab es eine kleine Präsentation zum neuen Stadion des Bundesligisten, für das in Kürze der Grundstein gelegt wird. Viele Stehplätze wird es haben. Und auch günstige Sitzplätze. Einen Stadion-Besuch sollte man sich nach Meinung des Sportfunktionärs leisten können: Denn der Fußball vereine alle Menschen.

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"Wir brauchen integrative Dinge, damit die Leute miteinander reden und nicht vor den Bildschirmen verblöden", sagte Keller unter dem Applaus der Zuhörer. Beifall war ihm auch nach einer anderen Frage sicher: Warum trotz mehr als 100 Millionen Umsatz im Jahr 2018 der SC weiterhin als Verein firmiere? Weil Deutschland dem Vereinswesen unheimlich viel zu verdanken habe und der SC Freiburg eigentlich seinen 18.500 Mitgliedern gehöre, so Kellers Antwort.

Motivationsexperte fesselt Publikum

Ob Sport oder Wirtschaft – kein Erfolg ohne vorangegangene Motivation. Aber: Wie macht man Motivation, wie überwindet man den inneren Schweinehund, wie motiviert man sich und andere? Der Führungs- und Motivationsexperte, Unternehmer und Autor Michael Ullmann schaffte hier Transparenz. Ullmann ist unter anderem Mentalcoach im professionellen Eishockey und fesselte das Publikum mit vielen Beispielen aus seiner Arbeit mit den Adler Mannheim.

Natürlich kamen auch Jung-Gründer zu Wort – auf dem Podium und bei der Tischmesse. Die Beratung durch die Gründungsinitiative bezeichneten sie als uneingeschränkt hilfreich. Und so einige wollen auch nach dem bereits erfolgten Schritt in die Selbstständigkeit nicht auf sie verzichten. Der Bewegungscoach Joachim Voss zum Beispiel. Er nimmt gerade das Intensiv-Coaching der Gründungsinitiative in Anspruch. "Die Berater sind hochqualifizierte Profis. Ich erfahre vieles was mir nützt," erklärte Voss.