Mit der Polka „Wir Musikanten“ setzten 120 Musiker zu später Stunde in Bad Krozingen-Schlatt den Schlusspunkt zu einem Tag, von dem sie alle restlos begeistert waren. Die Musiker kamen alle aus Schlatt, nämlich aus Schlatt bei Hechingen, Schlatt unter Krähen, Schlatt am Randen und Bad Krozingen-Schlatt.

Bereits im Jahre 2011 entstand beim Musikverein im Bad Krozinger Ortsteil Schlatt die Idee, mit den Musikvereinen aus mehreren „Schlatts“ einen Schlatter Tag zu gestalten. Nach einem Jahr Vorbereitungszeit gelang es nun im Rahmen des Festprogrammes zum 100. Vereinsjubiläum, diese Idee zu verwirklichen. Gegen 10 Uhr wurden die Musiker und Fans begrüßt und zum ersten Mal fürstlich bewirtet. Jeder erhielt ein Namensschild und das „Du“ war an diesem Tage selbstverständlich, ebenso bei hochsommerlichen Temperaturen legere Kleidung wie Polo-Shirt und kurze Hosen.

Vereine stellen sich und ihre Heimatorte vor

Nach einer zweistündigen Probe für den Gesamtchor und dem gemeinsamen Mittagessen wurde den Gästen bei einem Rundgang der Krozinger Ortsteil vorgestellt. Am Spätnachmittag war überall im Dorf Marschmusik zu hören. Die vier Musikvereine marschierten in einem Sternmarsch – jetzt natürlich in Uniform – durch den Ort zum Festplatz neben der Quellenhalle. Dort gab jeder Musikverein eine Kostprobe seines Könnens und stellte den Verein vor. So erzählte Christof Martin aus Schlatt unter Krähen dem Publikum auf dem vollen Festplatz vom Hausberg, dem Hohenkrähen, und dem Burggeist Poppele, während Alfons Zipperer aus Schlatt am Randen auf das Schlatter Scheunenfest verwies.

Höhepunkt des Abends war das Gesamtorchester Schlatt4. Unter Leitung der vier Dirigenten wurde das morgens einstudierte Programm präsentiert. Das Publikum forderte begeistert Zugaben. „Die Gastfreundschaft, die Organisation, ich bin überwältigt“, schwärmte Heike Schläfle, Vorsitzende des Musikvereins Schlatt unter Krähen am Ende des Tages und Alfons Zipperer aus Schlatt am Randen meinte: „So etwas muss wiederholt werden, vielleicht beim 100-Jährigen des MV Schlatt am Randen in sieben Jahren.“