Ab März 2019 beginnen die Arbeiten entlang der Hilzinger Hauptstraße im Rahmen der Sanierung der Ortsmitte. Dann wird damit begonnen, die Fahrbahn neu zu gestalten, Gehwege zu verbreitern und abzusenken und insgesamt dem Straßenzug ein neues Gesicht zu geben. Das berichteten Bürgermeister Rupert Metzler und Jürgen Pfaff vom Planungsbüro Faktorgrün in einer Info-Veranstaltung für die Anwohner in der Hegau-Halle.

Die wichtigste Nachricht für Immobilienbesitzer auch entlang der Hauptstraße: "Wir wollen bei der Dorfsanierung keinen Ausgleichsbetrag erheben", so der Bürgermeister. Theoretisch könnte die Gemeinde eine Abschlagszahlung verlangen, weil die Grundstücke im Sanierungsgebiet durch die Sanierungsleistungen in ihrem Wert steigen, und zwar zwischen vier und zehn Euro pro Quadratmeter, so die Annahme. Die Gemeinde sei aber entschlossen, diese Gelder nicht abzuschöpfen, wie Metzler den momentanen politischen Willen formulierte.

Das praktische Argument gegen den Ausgleichsbetrag: "Der Aufwand, diesen Ausgleichsbetrag zu erheben, stünde in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Einnahmen", so Metzler. Einziger Wermutstropfen: Einen möglichen Ausgleichsbetrag tatsächlich offiziell beerdigen kann der Gemeinderat erst, wenn die Satzung zum Sanierungsgebiet formal aufgehoben ist. Das kann – je nachdem, wann alle Arbeiten abgeschlossen sind – bis 2023 dauern. Erst dann haben Immobilienbesitzer tatsächlich Rechtssicherheit, ob sie nun einige hundert Euro bezahlen müssen oder nicht.

Fest steht indes schon jetzt, dass die Anrainer der Hauptstraße bei der Kanalsanierung, die im Zuge der Neugestaltung angegangen wird, nicht zur Kasse gebeten werden. Auch das war ein wichtiger Punkt bei dem Info-Abend, an dem vor allem Jürgen Pfaff von Faktorgrün das künftige Gesicht der Hilzinger Hauptstraße skizzierte: "Wir wollen für attraktivere Geschäftslagen sorgen. Dazu werden wir das Parken auf breitere Gehwege verlegen und die Randsteine auf drei Zentimeter absenken, damit etwa auch gehbehinderte Senioren mit Rollatoren oder Familien mit Kinderwagen sich besser bewegen können. Straßenbäume entlang der längs angeordneten Parkplätze sorgen für mehr Grün, und wenn abends oder am Wochenende der Verkehr ruhiger wird, haben wir einen ganz neuen Flanier-Raum", so der Planer.

Die Arbeiten sollen im März 2019 in Höhe des neuen Dorfplatzes starten und in Richtung des Zwinghofplatzes Stück für Stück erledigt werden. Das ist ein sportlicher Zeitplan, wie Pfaff einräumte, denn in sechs bis acht Wochen soll nun das Gespräch mit allen Hausbesitzern entlang der Hauptstraße gesucht werden, um deren Anregungen und Forderungen zu den Arbeiten aufzunehmen. Ob die Arbeiten bis zur Kirchweih 2019 abgeschlossen werden können, ist derzeit noch ungewiss.