Eindrucksvoller hätte der Start in den dritten Hilzinger Barocksommer kaum sein können. Willibald Guggenmos sorgte zum Auftakt der Konzertreihe für ein rundum begeisterndes Musikerlebnis. Der Organist bescherte den Besuchern aufgrund der Vielfalt der dargebotenen Stücke einen abwechslungsreichen und zugleich hochinteressanten Abend.

Organist konzertiert weltweit

Guggenmos ist seit 2004 Domorganist an der Kathedrale im schweizerischen St. Gallen. Da er auch viele Konzerte weltweit gibt, freute sich der Vorsitzende des Baufördervereins, Wilhelm Knapp als Organisator umso mehr über den Auftritt beim Barocksommer. Der Kontakt war durch die Hilzinger Organistin Andrea Jäckle zustande gekommen. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul war erneut perfekte Barocksommer-Kulisse. Die Schönheit der Kirche, die bei abendliche Sonneneinstrahlung besonders zur Geltung kommt, fasziniert stets aufs Neue. Ambiente und Musik wurde von den Besuchern als kleine Auszeit vom Alltag empfunden.

Konzert zeigt Klangvielfalt

„Die Orgel ist speziell, aber gut“, sagt Guggenmos im Gespräch mit dem SÜDKURIER über das neue Instrument. Dabei weist er auf die für seine Hände fast zu kleine Barock-Tastatur hin. Doch dies hindert ihn nicht daran, die große Klangvielfalt des Instruments mit unterschiedlichen Stücken zu zeigen.

Zeitgenössische Stücke überraschen

Der Organist beeindruckt mit brillantem Spiel und grandioser Fingerfertigkeit. Sein Programm „Stille, Jubel, Halleluja“ enthält Werke aus dem Barock, unter anderem „Air“ aus der Orchestersuite D-Dur und Praeludium et Fuga in c-Moll von Johann Sebastian Bach oder Adagio d-Moll von Alessandro Marcello. Aber er spielt auch zeitgenössische Musik von zwei niederländischen Komponisten: „Shalom und Psalm 150“ von Toon Hagen sowie „Fantasie über den Psalm 65“ von Bert Matter. Die Stücke sind erfrischend anders, erstaunlich rhythmisch und überraschen mit ungewohnten Klängen.

Das zweite Konzert findet an diesem Sonntag, 9. Juni, 19 Uhr, mit Andrea Jäckle (Orgel) und Felix Tiedemann (Cello) statt.