Zu Hauptversammlungen geht man nicht immer gerne. Anders beim Förderverein zur Erhaltung der Burgruine Hohenkrähen. Hier treffen sich stets viele Aktive des insgesamt 104 Mitglieder starken Vereins. Findet die Versammlung doch auf einer der zu den schönsten Flecken des Hegaus zählenden Stelle statt: Im Hof der Vorburg, in der laut Sage schon Poppele sein Unwesen trieb.

Heute sitzen hier die Pfadfinder Graue Reiter, und ihr Burgvogt Alexander Maier führt seit der Gründung des Freundeskreises die Verkehrssicherheits-Begehungen des attraktiven und beliebten Wanderweges durch.

Hemmnisse auf dem Weg sollen Mountainbiker ausbremsen

Beliebt ist der Weg auch bei Mountainbikern. Und das führt zu Problemen. Die Verbotsschilder werden oft ignoriert, die Räder tatsächlich die vielen Höhenmeter auf den Gipfel geschleppt, und dann geht es den engen, steinigen und schwierigen Weg bergab – ohne Rücksicht auf die Natur, die Unversehrtheit der Wanderer und die eigene.

Wie Maier jetzt auf der Jahresversammlung vorschlug, will man an mehreren Stellen des Weges Hindernisse anbringen, um die Mountainbiker von derlei Schussfahrten abzuhalten.

2017 war unfallfreies Jahr auf dem Wanderweg

Zur Freude von Martin Schneble, Vorsitzender des Vereins, dessen Aufgabe es ja ist, für die Sicherheit des Weges zu sorgen, gab es 2017 keine Unfälle. Jüngst war jedoch ein Vorfall zu verzeichnen, bei der viele Rettungseinrichtungen hinzugezogen werden mussten: Eine betrunkene Wandergesellin musste nachts vom Berg geholt werden.

Als größere Maßnahmen stehen in den nächsten Wochen nach Absprache mit der Kreisarchäologie Ausbesserungen an der Brüstung und dem Geländer an, so der Geschäftsführer Markus Wannenmacher. Die Kasematten bleiben aus Sicherheitsgründen weiterhin geschlossen.

Bei den turnusmäßigen Vorstandswahlen wurde die bisherige Vorstandschaft einstimmig wiedergewählt. Schneble gab allerdings bekannt, dass dies seine letzte Amtszeit sein werde. Eine Veränderung gab es nur mit Rolf Rapp als Kassenprüfer.