Mit Kranzniederlegungen auf den Friedhöfen wurde Volkstrauertag in zahlreichen Hegau-Gemeinden der Toten der beiden Weltkriege gedacht.“Der Volkstrauertag ist ein Tag des stillen Gedenkens an alle Opfer von Krieg und Gewalt und zugleich ein Tag der Besinnung, wie wir heute auf Krieg, Gewalt und Terror reagieren, was wir heute für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit in der Welt tun können“, schlug Ulrike Maus in Vertretung des erkrankten Bürgermeisters Rupert Metzler in der Friedhofskapelle in Hilzingen eine Brücke in die heutige Zeit.

Seit 1945 Hunderte von Kriegen

Wenn mehr als 60 Jahre nach dem Krieg immer wieder Zweifel geäußert würden, ob wir diesen Tag noch brauchen, gebe es nur eine Antwort: „Ja, wir brauchen ihn, aus Respekt vor den Millionen Opfern von Krieg und Gewalt.“ Die Kriege des 20. Jahrhunderts hätten monströse Opferzahlen gefordert. Seit 1945 seien erneut Hunderte von Kriegen überall auf der Welt geführt worden.

Wieder seien Millionen Menschen Opfer von Krieg, Verfolgung, Vertreibung und fanatischem Terror geworden. „Das Gedenken ist für uns auch Mahnung, aus der Vergangenheit Schlüsse für die Gegenwart zu ziehen und danach zu handeln“, appellierte Maus, zu helfen, das Blutvergießen zu beenden, Not zu lindern und Versöhnungsprozesse voranzutreiben. „Wenn wir einen Beitrag leisten können, dann müssen wir es tun“.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Deshalb sei es wichtig und richtig, dass deutsche Soldaten an Friedensmissionen in der Welt beteiligt sind. Verantwortung zu übernehmen sei eine der Lehren unserer eigenen Geschichte, so Maus. Auch an die Soldaten und Polizisten, die bei Erfüllung ihrer Aufgaben ums Leben gekommen sind, solle gedacht werden. Erinnerungskultur sei die bewusste Verbindung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Umrahmt vom Musikverein Hilzingen und dem Liederkranz trug auch Schüler Marcel Kuhn aus der 9b der Peter-Thumb-Schule mit einem Gedicht von Mascha Kaléko zur feierlichen Stimmung bei.

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