Petrus hat es gut gemeint mit den Organisatoren des Himmlischen Weihnachtsmarktes in Riedheim. Um die Burg lag über Nacht eine geschlossene Schneedecke. Auch im Innenhof der waren die Dächer der Hütten und auch so mancher Ast vom Schnee überzogen. Dies verlieh dem Weihnachtsmarkt eine besondere Note. Allerdings war es für die Kutsche aufgrund des Schneefalls nicht möglich nach Riedheim zu kommen, wie Bürgermeister Rupert Metzler bei seinen Begrüßungsworten den vor der Burg zahlreich wartenden Besuchern mitteilte. Aber die Engel schafften es auch zu Fuß und öffneten unter den Klängen des Musikvereins Binningen pünktlich um 10 Uhr das Tor zum Himmlischen Weihnachtsmarkt.

Die Engel kamen aufgrund des Schnees nicht mit der Kutsche sondern zu Fuß zur Burg um das Tor zum Himmlischen Weihnachtsmarkt zu öffnen.
Die Engel kamen aufgrund des Schnees nicht mit der Kutsche sondern zu Fuß zur Burg um das Tor zum Himmlischen Weihnachtsmarkt zu öffnen.

Besucher, die zum ersten Mal beim Riedheimer Weihnachtsmarkt waren, ließen zuerst einmal die liebevoll gestaltete Dekoration auf sich wirken. Unzählige Lichter erhellten den Innenraum der Burg. Alte Wagenräder waren mit Buchenreisig, Tannenzapfen und Kugeln geschmückt. An den Wänden hingen allerlei Kränze. Man hatte jede sich bietende Möglichkeit zur Dekoration ausgenutzt. Selbst die Abfallbehältnisse waren im Farbton der diesjährigen Deko, in Gold-Natur, eingefasst.

Vielfältiges Angebot an Ständen

An den Verkaufsständen war es bereits kurz nach Öffnung des Marktes sehr eng. Stammgäste wussten bereits, wo sie was bekommen und steuerten gezielt diesen Verkaufsstand an. Andere Besucher schlenderten durch den Markt und bestaunten das Angebot mit Gegenständen aus Holz, edlen Arbeiten aus Holz, Wildspezialitäten, Feines aus der Küche wie Schmalz und Zieger-Käse, selbst gefertigter Marmelade, verschiedenen Sorten an Schnaps und Likören und sonstiger Kunstdeko. In der Bücherecke zahlte man einen Kilo-Preis.

Der Flammlachs der Familie Weiß war eine von vielen kulinarischen Angebote beim Himmlischen Weihnachtsmarkt und sehr bald ausgekauft.
Der Flammlachs der Familie Weiß war eine von vielen kulinarischen Angebote beim Himmlischen Weihnachtsmarkt und sehr bald ausgekauft.

Nach einem Rundgang über den Markt wussten die Besucher, dass sie ihre Gelüste mit Thüringer Bratwurst, Flammlachs und Rosmarinkartoffeln, Crèpes, Waffeln, Raclette, Gulaschsuppe, Speckbrot und Kuchen stillen konnten. Während die Eltern einen Glühwein, Punsch oder eine nach speziellem Rezept angesetzte Weihnachtsbowle tranken, saßen die Kinder bei der Märchentante und lauschten deren Erzählungen oder bestaunten die Schafe in der lebenden Krippe. "Traumhaft" so die kurze treffende Aussage von Isabell Hupfeld aus Welschingen, die zum ersten Mal auf dem Weihnachtsmarkt in Riedheim war. Ebenso äußerte sich Petra Hubenschmid aus Worblingen: "eine Traumkulisse". Monika Schnatterer aus Duchtlingen ergänzte: "Man sieht, dass dieser Markt mit viel Herzblut ausgerichtet wurde. Alles ist perfekt."

Weihnachtliche musikalische Umrahmung

Die musikalische Umrahmung mit weihnachtlichen Weisen hatten während des Tages Katrin Kossmann, der Männerchor und der Kirchenchor Riedheim und eine Bläsergruppe des MV Schlatt a.R.übernommen. Als es dämmerte, sah man bei den Organisatoren und den Anbietern nur zufriedene Gesichter. "Den ganzen Tag gab es ein Kommen und Gehen. Die Kennzeichen an den geparkten Fahrzeugen zeigen, dass Besucher teilweise von weit her kamen", meinte ein glücklicher – vielleicht etwas müder – Siegfried Maier.

Die Besucher waren vom Angebot begeistert und teilweise ging es sehr eng zu an den Verkaufsständen beim Himmlischen Weihnachtsmarkt
Die Besucher waren vom Angebot begeistert und teilweise ging es sehr eng zu an den Verkaufsständen beim Himmlischen Weihnachtsmarkt