Kartoffeldünne schmecken auch schon zum Frühstück. Für Heidi Kantwill passt das: "Ich würde am liebsten nur Kartoffeln essen", verriet sie. Gestern hatte sie extra wenig gefrühstückt, um sich beim 10. Duchtlinger Hördöpfelfäscht durch die ganze Palette der Gerichte zu probieren. Damit stand sie nicht allein, schon vor Eröffnung um zehn Uhr trafen die ersten Gäste ein. Kartoffelgerichte vom Frühstück bis zum Vesper war das Motto in Duchtlingen, über den Tag verteilt steuerten zahlreiche Besucher den kleinen Hegau-Ort an.

Das vielfältige Angebot an Kartoffelgerichten und Informationen rund um die Kartoffel lockte ganze Familien in den Hilzinger Ortsteil. Auch der SÜDKURIER war mit einem Stand und einem Glückrad vertreten.
Das vielfältige Angebot an Kartoffelgerichten und Informationen rund um die Kartoffel lockte ganze Familien in den Hilzinger Ortsteil. Auch der SÜDKURIER war mit einem Stand und einem Glückrad vertreten.

Der hat sich mit dem Fest rund um die Kartoffel einen Namen weit über die Region hinaus gemacht hat. "Es hat sich rumgesprochen", sagte Anton Kramer, der mit seiner Frau Elisabeth extra aus Löffingen gekommen war. Selbst Kartoffelanbauer wollten sie sich über die Sorten informieren. "Wir sind begeistert", meinte Elisabeth Kramer. Die Ausstellung sei sehr informativ, die Gerichte einfach super und dazu die tolle Musik. Verteilt im Ort spielten Musikkapellen und selbst Alphornbläser auf.

Jochen Oostinga (von links) füllte stets frischen Teig in die Pfanne, Patrick Bugil und Claudia Sonntag ließen die Kartoffelpuffer knusprig braun werden.
Jochen Oostinga (von links) füllte stets frischen Teig in die Pfanne, Patrick Bugil und Claudia Sonntag ließen die Kartoffelpuffer knusprig braun werden.

Trotz der zahlreichen Besucher herrschte eine beschauliche Atmosphäre. Ohne Gedränge schlenderten die Gäste durch den Ort, bei herrlichem Wetter waren die Schattenplätze in den Scheunen und Garagen gefragt. Die Palette der Kartoffelspezialitäten von Raclette über Kartoffelsalat und Bratkartoffeln bis hin zu süßen Kartoffelwaffeln kam durchweg gut an. "Die Speckdünnele sind sehr fein, die haben uns richtig angemacht", lobte Adriana Bölle. Sie und Gabriela Dippelhofer hatten damit gerechnet, dass sie gegen Mittag anstehen mussten, denn alles werde ja frisch zubereitet.

Die Ausstellung informierte über Kartoffelsorten und Wissenswertes über die Zubereitung.
Die Ausstellung informierte über Kartoffelsorten und Wissenswertes über die Zubereitung.

Am Kartoffel-Cordon Bleu-Stand hatten Lydia Hägele und Gisela Nikolai schon um acht Uhr die Fritteusen aufgeheizt. Die Vorarbeit hatte für sie aber schon zwei Tage vorher mit der Verarbeitung der Pellkartoffeln zu Teig begonnen. "Gestern haben wir rund Tausend Cordon Bleu geformt", war sich Hägele sicher, dass die alle weggehen würden. Auch an ihrem Stand waren die ersten Gäste schon vor Eröffnung zur Stelle.

Florian und Sandrin Leichenauer ließen sich die Kartoffelecken mit Dip schmecken.
Florian und Sandrin Leichenauer ließen sich die Kartoffelecken mit Dip schmecken.

"Das Fest ist eine tolle Sache, eine ganz einmalige Veranstaltung", war Marita Kamenzin nicht das erste Mal beim Hördöpfelfäscht. Gestern war sie als Musikerin dabei, aber das war für sie klar: "Ich werde natürlich auch was essen, hier schmeckt einfach alles." Auch Melanie und Heinz Leichenauer waren begeistert. Ihre Kinder Sandrin und Florian ließen sich schon die Kartoffelecken schmecken, ihre Eltern waren noch unentschlossen. Heinz Leichenauer erklärte: "Das Angebot ist so vielfältig. Wir werden erst mal schauen und uns dann entscheiden." Mit Spiel und Spaß war auch für die Kinder gesorgt und auch zahlreiche Erwachsene drehten am Stand des SÜDKURIER das Glücksrad und nahmen am Jahresgewinnspiel teil.

Kartoffeln mal süß: Die Ministranten Moritz Villinger und Julian Ruck (von links) übernahmen am Stand mit Kartoffelwaffel die Mittagsschicht.
Kartoffeln mal süß: Die Ministranten Moritz Villinger und Julian Ruck (von links) übernahmen am Stand mit Kartoffelwaffel die Mittagsschicht.