Klassische Kirchenmusik steht der seit der Renovierung wieder hübsch herausgeputzten und zu Erntedank festlich und liebevoll geschmückten Kirche St. Peter und Paul in Hilzingen am besten. Das bestätigte sich, als sich die Gesänge des Kirchenchors Hilzingen und der Chorgemeinschaft Duchtlingen-Weiterdingen bei perfekter Akustik im opulenten barocken Ambiente zu einem harmonischen Gesamtkunstwerk für Ohren, Augen und Seele verbanden. Die Kirche war voll besetzt. Unmittelbar nach dem letzten verklungenen Ton des zusammen mit den Konzertbesuchern gesungenen Abschlussliedes, dem Kanon „Lobe den Herrn“, läuteten die Kirchenglocken festlich. Vielen Anwesenden kroch ein wohliger Schauer über den Rücken.

Musikalischer Dreh- und Angelpunkt des Konzerts war der musikalische Leiter der beiden Chöre, Guido Oelke, der in gewohnter engagierter und extrovertierter Manier Takt und Ton vorgab. Während der Männerchor aus Duchtlingen und Weiterdingen seine Marien- und geistlichen Lieder a capella vortrug, hatte sich Guido Oelke für den Kirchenchor musikalische Verstärkung hinzugeholt, nämlich Bärbel Petri und Clemens Nitschke an den Geigen und Annette Maurer am Cello. 

Musikalischer Höhepunkt war die „Cantate Domino“ von Dietrich Buxtehude, ein komplexe Komposition, die vom Kirchenchor zusammen mit den drei Instrumentalisten mit Bravour gemeistert wurde. Die restaurierte Orgel brachte Christa Gommel mit barocker Kirchenmusik unter anderem von Johann Valentin Rathgeber zum Erklingen.

Zu Beginn dieses Benefizkonzerts zugunsten des Vereins „Brücke der Freundschaft“ hatte Pfarrer Thorsten Gompper auf das Motto hingewiesen: „Fürchte Dich nicht, denn Gott ist bei Dir.“ Das Konzert sei ein Lobgesang, ein Lob und Dank für die Schöpfung.