Artur Jäkle und Marius Sailer sind die zwei neuen Gemeinderäte auf der CDU-Bank. Beide sind Landwirte, beide betreiben eine Biogas-Anlage. Außer ihnen gibt es im diesmal 22-köpfigen Ratsgremium noch vier weitere Mitglieder, die haupt- oder nebenberuflich mit der Landwirtschaft zu tun haben. Verglichen mit der Berufsstruktur der Bevölkerung ist das ein fast unwahrscheinlich hoher Anteil. Als Landwirt sei man bodenständig und stark mit der Gemeinde verwurzelt. Man sei jeden Tag auf der Gemarkung unterwegs und kenne so ziemlich jeden Flecken. „Das erklärt die hohe Bereitschaft von Landwirten, für dieses zeitintensive kommunale Ehrenamt zu kandidieren“, legt Jäkle unter dem zustimmenden Nicken von Sailer seine Motivation für die Übernahme des Gemeinderatsmandats dar.

Die Interessen des Teilorts vertreten

Jäkle ist der einzige Vertreter von Hilzingens kleinstem Ortsteil Schlatt am Randen im Ortsparlament, Sailer vertritt mit der Freie Wähler-Rätin Ulrike Maus Binningen. Jäkle und Sailer sind überzeugt, dass sie bezüglich der Interessen ihrer Ortsteile den besten Ein- und Überblick haben. „Deshalb haben wir ja die unechte Teilortswahl. Von einem in einem anderen Teilort wohnenden Gemeinderat kann man diese detaillierte Ortskenntnis nicht erwarten“, erläutert Sailer. „Aber selbstverständlich sehe ich mich als Gemeinderat für alle in Hilzingen und werde mich für die Gesamtgemeinde engagiert einbringen,“ meint er ebenso wie sein Schlatter Kollege.

Ein lebenswertes Umfeld erhalten

Übereinstimmung gibt es auch bei den Zielen, die die zwei neuen CDU-Gemeinderäte in ihrer kommunalpolitischen Arbeit verfolgen wollen. Wichtig ist ihnen, dass der ländliche Raum nicht abgehängt wird. „Wir müssen unser Umfeld so gestalten, dass es lebenswert bleibt“, wünscht sich Jäkle. Es sei ja immer die Rede von gleichwertigen Lebensverhältnissen in den Städten und auf dem Land, fügt Sailer an. Es sei klar, dass das nicht so leicht umzusetzen sei. Für den ländlichen Raum spiele eine Verbesserung des Öffentlichen Nahverkehrs und eine auch für junge Familien attraktive Infrastruktur eine große Rolle. Vor allem in Bezug auf den letztgenannten Punkt betrachten Jäkle und Sailer ihre hinter ihnen liegende erste Gemeinderatssitzung als sehr produktiv und zufriedenstellend. In ihr wurde ein Kindergartenneubau im Hilzinger Neubaugebiet Steppbachwiesle und der Umbau des Schlatter Bürgerhauses für einen eingruppigen Kindergarten weiter auf den Weg gebracht. „Die Beschlüsse, die wir da gefasst haben, sind extrem wichtig für junge Familien. Es war toll, dass wir das zu vertretbaren Kosten beschließen konnten“, sagt Jäkle.

Für eine gute Breitbandversorgung

Einig sind sich die beiden Räte, dass insbesondere für Binningen eine gute Breitband-Versorgung in der jetzigen Legislaturperiode ein großes Thema sein wird. Sailer liegt zudem die Vereinsförderung am Herzen. „Die Vereine übernehmen all das, was andernorts hauptamtliche Kulturförderer leisten.“