Zuletzt ist es still geworden, um die hitzige Diskussion wegen des geplanten Kiesabbaugebiets im „Dellenhau“ an der Gemarkungsgrenze von Hilzingen mit den Nachbarorten Singen, Gottmadingen und Rielasingen-Worblingen. Untätig waren die zuständigen Behörden im Freiburger Regierungspräsidium (RP) jedoch nicht. Eifrig wurden Einwendungen gegen die Pläne gesammelt, bewertet und abgearbeitet. Jetzt wird ein offizieller Erörterungstermin angekündigt. Wie die Singener Stadtverwaltung mitteilt, kommen am Mittwoch, 28. Februar, RP-Vertreter in die Region, um mit Betroffenen vor Ort die Einwendungen zu besprechen.

Sieben Stunden nehmen sich die Behördenvertreter aus Freiburg Zeit, um die Bedenken zum geplanten Kiesabbau im Waldgebiet „Dellenhau“ beim Erörterungstermin 28. Februar von 13 bis gegen 20 Uhr in der Hegauhalle Hilzingen Punkt für Punkt zu besprechen. "Jedes Thema wird einzeln durchdiskutiert", verspricht der Gottmadinger Bürgermeister Michael Klinger: "Die Argumente sind ja vorgetragen." Es werden die Einwendungen und die eingegangenen Stellungnahmen mit dem Kieswerk Birkenbühl als Antragstellerin, den Behörden und Verbänden, den Betroffenen sowie mit den Personen, die Einwendungen erhoben haben, erörtert. "Ab ca. 17.30 Uhr geht es um die im Rahmen der Einwendungen besonders relevanten Themenkomplexe Verkehr, Lärm und Staubimmissionen", kündigt Sebastian Finkbeiner vom RP-Referat Raumordnung an. Zunächst werde das Verfahren zur regionalplanerischen Regelung des Rohstoffabbaus vorgestellt, bevor die höhere Raumordnungsbehörde im Regierungspräsidium den Verfahrensstand skizziert.

Schließlich sollen die konkreten Pläne vorgestellt werden. Ein Erörterungstermin sei bei einem Raumordnungsverfahren nicht gesetzlich vorgeschrieben, das Regierungspräsidium habe jedoch im Sinne der offenen Information und Transparenz beschlossen, ihn durchzuführen, so Finkbeiner.