Das Binninger Fluggelände liegt auf Hilzinger Gemarkung. Erkundet haben das Gebiet aber Gottmadinger. Vor etlichen Jahrzehnten landeten Mitglieder der Fluggruppe Gottmadingen mit dem Segelflieger auf einer großen Wiese des Binninger Rieds, weil sie die Thermik dazu gezwungen hatte. Die Gottmadinger starteten auf Flughäfen einer weiteren Umgebung, wie in Donaueschingen. Die Binninger Segelfluggruppe gründete sich aus diesen Anfängen heraus im Jahr 1959. Auch heute kommen die Vereinsmitglieder aus der Region rund um Gottmadingen, anderen Teilen des Hegaus und der angrenzenden Schweiz. Der Verein bietet bei der Aktion "Der SÜDKURIER öffnet Türen" am Donnerstag, 25. Oktober, ab 16 Uhr Einblicke rund um den Segelflugplatz mit der großen Halle und den kleinen Flugzeugen, darunter einige recht exotische Maschinen. Falls es das Wetter zulässt, wollen einige Mitglieder der Segelfluggruppe die Teilnehmer – eine Anmeldung ist nicht nötig – zum Selbstkostenpreis zu einem Schnupperflug einladen, bei großer Nachfrage auch nachträglich, wie Stefan Brütsch erklärt. Der Randegger fungiert als Vorsitzender der Segelfluggruppe Binningen.

"Wir haben eine relativ konstante Zahl an Mitgliedern, wenige gehen, andere kommen", verrät Brütsch. "Die Segelfluggruppe ist bestrebt, weitere Mitglieder zu gewinnen und bietet auch Ausbildungen zu Fluglehrern an, die wir dringend benötigen", so Brütsch. "Wir kooperieren mit der Motorsportgruppe Stahringen. Sie haben auch Flugzeuge mit mehr als zwei Sitzen. Unsere Flieger bieten zwei Plätze. Dazu sind sieben Fluglehrer in Stahringen aktiv. Wir haben derzeit nur einen im Einsatz", schildert Brütsch. 600 Euro koste die einmalige Aufnahme-Gebühr, der Mitgliedsbeitrag belaufe sich auf monatlich 35 Euro. Nur Mitglieder dürfen mitfliegen. Ein Flug kostet 75 Euro pro Stunde. Zur Flotte gehört das Ultraleichtbau-Flugzeug mit dem Namen Nora. "Wir haben es der früheren Bahnwärterin Nora Ühlein gewidmet. Sie hat als gute Seele des Vereins anfangs den Betrieb in unserem Clubheim geführt, nachdem die Randenbahn in den 60-er Jahren stillgelegt wurde. Der Bahnhof wurde zum Clubheim", berichtet Brütsch. "Mit unserem Motorsegler G 109 können wir bis nach Kroatien oder Marokka reisen", so Brütsch. Es gebe zudem einen Segelflieger, der mit einer Winde gestartet wird, über zwei große Laster-Trommeln mit jeweils 1000 Meter Stahlseil. Besonders ausgefallen wirken ein Drachenflieger und ein Gyrokopter in der Form eines Mini-Hubschraubers, jeweils in Privat-Eigentum.

"Wir machen auch beim Gottmadinger und Singener Ferienprogramm mit. Die Kinder sind begeistert, wenn sie bei einem kleinen Rundflug über ihre Umgebung und Häuser schweben", sagt Brütsch. Der Verein beteilige sich am Binninger Dorfleben, wie am Weihnachtsmarkt, für den er sein Fluggelände zur Verfügung stelle.