Hilzingen Bezirksmusikfest mit neuem Konzept: Ziel ist die Festigung der Gemeinschaft

Aus allen Vereinen werden am Sonntag vier Kapellen gebildet. Die neue Organisation erfordert zwar Mehraufwand, ist aber für Musiker und Dirigenten spannender.

Am kommenden Sonntag findet in der Alpenblickhalle Schlatt am Randen das Bezirksmusikfest des Bezirks Randen im Blasmusikverband Hegau-Bodensee statt. Nachdem der Musikverein Wiechs a.R. beim letztjährigen Bezirksmusikfest in Verbindung mit dem Oktoberfest mit den Bezirksvereinen einen Blasmusikwettbewerb veranstaltete, präsentierte der Musikverein Schlatt a.R. bei der Bezirksversammlung im März ein neues Konzept.

Man war sich größtenteils einig, dass der bisherige Ablauf nicht mehr zeitgemäß ist. Jahrzehntelang war der Beitrag der Vereine zum Bezirksmusikfest ein Auftritt von etwa 40 Minuten, die Teilnahme am Gesamtchor und eventuell an einem Sternmarsch. Da am Bezirksmusikfest die anstehenden Ehrungen durch den Blasmusikverband Hegau-Bodensee vorgenommen werden und diese seit 40 Jahren von der Bezirksjugendkapelle umrahmt werden, waren die Musiker der Vereine am frühen Nachmittag stark vertreten. Dem war allerdings bei den Auftritten der ersten und letzten Vereinen nicht so.

„Das künftige Bezirksmusikfest darf keine Pflichtveranstaltung mehr sein, bei der im Prinzip jeder nur auf seinen Auftritt wartet und so schnell wie möglich wieder das Weite sucht,“ schrieb Alfons Zipperer, Vorsitzender des MV Schlatt a.R. an seine Kollegen im Bezirk Randen, „das gemeinsame Hobby „Freude an der Blasmusik“, die Verbindung zwischen den Vereinen und den Musikern soll im Vordergrund stehen“.

Das Schlatter Konzept wurde anfangs kritisch gesehen, es gab noch manches Gespräch, nun aber wird es am kommenden Sonntag umgesetzt. Nach dem Motto „Zäämä musizirä, feschtlä und firä“ haben Stefan Querfurth, Florian Sauter, Karl Schwegler und Fabian Zipperer aus den von den Vereinen gemeldeten 240 Musikern vier Kapellen gebildet. „Wir haben denen sogar Namen gegeben, Kapelle Alpenblick, Hohenstoffeln, Wannenberg und Worberg“ erzählt Florian Sauter. Aus den acht Dirigenten der Bezirksvereine wurden durch Los vier Dirigentenpaare gebildet. Diese werden am Sonntagmorgen den Kapellen zugeteilt. „Die Kapellen proben am Sonntag von 10 bis 12 Uhr in verschiedenen Räumlichkeiten in Schlatt“ erläutert Karl Schwegler.

Die Dirigenten mussten im Vorfeld ihre Musikstücke aussuchen, damit die Noten an die Musiker am Sonntagmorgen ausgegeben werden können. Auf die Frage, was den Teilnehmern bekannt sei, erklärt Fabian Zipperer: "Die Musiker wissen, wohin zur Probe, sie wissen aber nicht, unter welchem Dirigenten und welche Stücke sie spielen. Die Dirigenten wissen nicht, welche Musiker sie haben.“

Ab 13 Uhr werden die Kapellen in der Alpenblickhalle das Ergebnis ihrer Probenarbeit vom Vormittag präsentieren. Dazwischen umrahmt Karl Schwegler mit der Bezirksjugendkapelle die Ehrungen. 240 Musiker werden mit einem Gesamtchor das Blasmusikfest beenden. „Organisatorisch wird von uns einiges abverlangt, aber wenn die Musiker einen schönen Tag haben, ist es in Ordnung für uns“, sagt Stefan Querfurth.

Zur Veranstaltung

Das Bezirksmusikfest des Bezirk Randen mit den Musikvereinen aus Büßlingen, Kommingen, Leipferdingen, Riedöschingen, Tengen, Watterdingen-Weil und Wiechs a.R. beginnt am Sonntag, 22. April, um 13 Uhr, in der Alpenblickhalle Schlatt a.R., wobei die Halle für Gäste ab 12 Uhr zum Mittagessen geöffnet ist. Zwischen 13.30 Uhr und 14.30 Uhr ehrt Johannes Steppbacher vom Blasmusikverband Hegau-Bodensee verdiente Musiker. Es spielt die Bezirksjugendkapelle unter Leitung von Karl Schwegler. Der Gesamtchor, dirigiert von Erwin Gebhart, soll gegen 16 Uhr das Fest beenden.

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