Der Belcanto-Chor hatte innerhalb von zwei Tagen in der Remise im Hilzinger Schlosspark gleich zwei Auftritte und beide Konzerte waren ausverkauft, wie ihr Vorsitzender Reiner Mauch stolz verkündete. Allerdings hatten die Hilzinger auch ordentlich Unterstützung von den Comedian Tales, dem deutsch-schweizerischen Gesangsprojekt, das im Stile der Comedian Harmonists das Publikum aufs Beste unterhielt.

Beide Formationen sind durch Evelyne Leutwyler verbunden, die bei beiden Gesangsgruppen Takt und Ton vorgibt. Der Belcanto-Chor legte mit „Steh auf, wenn Du am Boden bist“ gleich flott los, wobei sie von Johannes Link am Piano und bei einigen Liedern auch von Franz Reschka am Schlagzeug unterstützt wurden. Bei „I sing a Liad für die“ von Alpen-Rock‘n Roller Andreas Gabalier sorgte Jürgen Motz für die Akkordeonbegleitung. Auch optisch wusste der Belcanto-Chor mit schöner, einheitlich-flotten Kleidung zu gefallen, allerdings ohne dass dies uniformiert wirkte.

Lieder in der Tradition de Comedian Harmonists

Für den gelungenen musikalischen Kontrapunkt sorgten die Comedian Tales, die mit Stücken wie „Lass mich dein Badewasser schlürfen“ ihren Vorbildern, den Comedian Harmonists, gekonnt nacheiferten, wobei Siggi Zielke am Piano die Herren begleitete. Lustig war es zudem, denn bei „Ich wollt ich wär ein Huhn“ wurde auf der Bühne ein Ei gelegt und beim Lied „Das ist die Liebe der Matrosen“ holten die sechs Sänger zur allgemeinen Erheiterung Putzeimer und Wisch-Mob raus.

Darauf ließ der Belcanto-Chor mit „In the Mood“ und „New York, New York„ Broadway-Gefühle aufkommen, die bei Ausschnitten aus dem Musical „Hello Dolly“ noch verstärkt wurden. Toll waren die Kostüme und die Begeisterung, welche die Sängerinnen und Sängern versprühten, die auch aufs Publikum übersprang. Beeindruckend war, dass viele ohne Notenblatt sangen und dadurch der Kontakt zum Publikum direkter und intensiver war.