Goldgelb leuchten die Kartoffeln vom voll beladenen Anhänger, aus gut 40 Zentnern werden rund 300 Kilogramm ausgewählt. "Mehr können wir nicht verschaffen", sagt Landwirt Dieter Schoch, der mit seiner Familie beim Duchtlinger Hördöpfelfäscht für die Versorgung am Stand eins sorgt. Die Vorbereitungen gehen in die letzte Phase, schon Tage vorher ist das halbe Dorf im Einsatz für die zehnte Auflage des Kartoffelfestes am Sonntag, 9. September.

Familie Schoch ist eine der vier Kartoffellieferanten, zehn Sorten kommen zum Fest auf den Teller. Serviert werden Gerichte von Pellkartoffeln aus dem Dämpfer, Kartoffelecken und -puffer mit Apfelmus bis zu süßen Kartoffelwaffeln an insgesamt zwölf Ständen. Darunter Spezialitäten wie Hördöpfeldünne oder Kartoffel-Cordon-Bleu, die findige Duchtlinger Hausfrauen selbst kreiert haben.

300 Kilo Kartoffeln an einem einzigen Stand

Bei Familie Schoch wird es Bratkartoffeln und Wurstsalat geben, 300 Kilogramm sind eingeplant. Von der Oma bis zu den Kindern werden alle mithelfen, die schönsten Kartoffeln aus der Fuhre auszusuchen. Mit dabei ist der 16-jährige Finn, der als Kleinkind schon beim ersten Fest mit dabei war. Dann werden alle für das Fest gebrauchten Kartoffeln zentral gewaschen und für die einzelnen Gerichte geschält, geschnitten, gerieben oder gepresst.

Am Samstag ist der Großeinsatztag

Das Waschen mit Wasserstrahl aus dem Schlauch übernimmt die Freiwillige Feuerwehr, die mit den Duchtlinger Vereinen das Fest auf die Beine stellt. Endspurt ist am Samstag, "der Großeinsatztag", wie Dieter Schoch sagt, denn alles wird frisch zubereitet. In Handarbeit werden die Kartoffeln geschält und geschnitten, der Kartoffelsalat wird angesetzt, der Teig für die Cordon Bleus zubereitet.

Neben kulinarischem Genuss ist am Sonntag, 9. September, von 10 bis 18 Uhr auch für Unterhaltung mit verschiedenen Musikkapellen verteilt im Ort gesorgt, Spiel und Spaß für Kinder, Vorführung alter Handwerke und eine Ausstellung rund um die Kartoffel stehen ebenfalls auf dem Programm.