Die für viele Anwohner so nervige Ampelanlage am Ortsausgang Hilzingen in Richtung Gottmadingen ist wieder weg, denn inzwischen steht die Behelfsbrücke über den Riederbach. Mit schwerem Gerät war das THW angerückt, um die achtzehn Meter lange und zehn Tonnen schwere Behelfsbrücke über den Riederbach zu installieren. Die Kosten trägt das Land.

Mitte August war die alte Fahrradbrücke über den Riederbach, eine Holzkonstruktion, eingestürzt. Rupert Metzler, der Hilzinger Bürgermeister, zeigte sich im Nachhinein erleichtert darüber, dass nicht mehr passiert sei, denn nur Sekunden bevor die Brücke unter dem Gewicht des Traktors der Straßenmeisterei Welschingen zusammengebrochen sei, habe ein Erwachsener mit Kind die Fahrradbrücke noch heil überqueren können. Da es sich um einen Radweg entlang der Landesstraße handle, zahle das Regierungspräsidium den Neubau der Brücke und beteilige sich auch an den Kosten in Höhe von 15 000 Euro für die Behelfsbrücke, wie Timo Schieß, stellvertretender Referatsleiter vom Landkreis Konstanz, erklärte. Zudem müsse noch geklärt werden, ob der Traktor überhaupt die Fahrradbrücke hätte befahren dürfen, da dies unter anderem auch versicherungstechnische Auswirkungen habe.

21 Helfer des Technischen Hilfswerks Ortsverband Singen und der Fachgruppe Brückenbau des THW-Müllheim waren nun mit sieben Fahrzeugen angerückt, um die acht Tonnen schwere und 16 Meter lange Behelfsbücke aus Stahl auf den parallel zur eingestürzten Brücke errichteten Fundamenten zu installieren. Die Fundamente sind mit Beton aufgefüllte und mit Stahl armierte Brunnenringe. Damit die Brücke überhaupt auf die Fundamente gestellt werden konnte, wurde der schwere mobile Baukran mit 43 Tonnen Zusatzballast beschwert, damit dieser den gewaltigen Hebelkräften, die beim Heben und Setzen der Brücke entstehen, standhalten konnte. Zum Schluss zeigte sich der Ortsbeauftragte des THW-Singen, Manfred Lange, zufrieden mit dem Verlauf der Aktion.