Hinter der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Hilzingen liegt ein bedeutsames Wochenende: Sie feierte am Kirchweihsamstag mit 300 Gästen von nah und fern, mit Planern und Fachplanern, mit Handwerkern und Vertretern von Gemeinderat und Gemeindeverwaltung und der italienischen Partnerstadt Lizzano die Einweihung des neuen Feuerwehr- und Rettungszentrums. Den kirchlichen Segen erbaten für das Gebäude die Pfarrer Thorsten Gompper und Michael Weber. Für die Öffentlichkeit gab es das Wochenende über die Möglichkeit, das Haus zu besichtigen.

Fertiggestellt wurde das Gebäude im Juli 2018 – mit einer Bauzeit von zweieinviertel Jahren, in der es laut Bürgermeister Rupert Metzler wie bei jedem Großprojekt auch Schwierigkeiten gab. Bis März 2019 zogen die Feuerwehrabteilungen Hilzingen und Riedheim der FFW Hilzingen, das örtliche DRK und die DLRG in das Rettungszentrum ein.

Das Haus gebe, wie Metzler und nach ihm alle weiteren Redner des Festakts betonten, der Hilzinger Feuerwehr eine Zukunft und rüste sie für die auf sie zukommenden Aufgaben. „Ich bin richtig neidisch, Hilzingen hat in die Zukunft investiert“, brachte es Andreas Egger auf den Punkt. Der Feuerwehr-Funktionär und Kommandant der Singener Floriansjünger überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Landratsamtes, des Kreisbrandmeisters und des Kreisfeuerwehrverbandes.

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Das Gebäude mit seiner knallroten Außenfassade ist ein architektonischer Hingucker. Aber natürlich stand von Anfang an die Funktionalität im Vordergrund. Architekt Andreas Wieser hat die Abläufe für die Einsätze räumlich entlang eines „durchgehenden Weges“ angeordnet. Die Lagerräume bieten schnellen Zugriff, die Werkstätten verfügen über ein ausreichendes Platzangebot. Wieser, die Fachplaner und die Handwerker bekamen von allen Rednern dickes Lob. „Der Architekt und alle Beteiligten haben hier ein Gebäude geschaffen, das Optik und Funktionalität perfekt kombiniert,“ so der Kommandant der Hilzinger Gesamtwehr, Jean-Pierre Müller. Seine besondere Anerkennung galt den beiden Feuerwehrabteilungen, die sich nun das Haus und den Fuhrpark teilen: „Die gemeinsame Nutzung könnte nicht besser funktionieren.“

Die Kosten für das Rettungszentrum stellen sich aktuell mit gut 4,4 Millionen Euro dar. Es werde nicht die letzte Investition in die Sicherheit der Bürger sein, versprach Metzler und fügte an, dass vom Gemeinderat ja bereits die Erweiterung des Feuerwehrhauses in Duchtlingen und der Neubau des Feuerwehrhauses in Schlatt beschlossene Sache sei. Mittelfristig gelte es auch, den Fuhrpark der sechs Hilzinger Feuerwehr-Abteilungen zu erneuern.

 

Die Jahresprobe

Traditionell zeigt die Feuerwehr Hilzingen in einer Übung mit dem DRK der Öffentlichkeit am Kirchweihsamstag, was sie leisten kann. Die Jahresprobe 2019 fand am Übungshof vor dem neuen Feuerwehrgerätehaus statt – moderiert von Stefan Frech von der Hamburger Feuerwehr. Vorgeführt wurde die Bergung von Verletzten durch die seitliche Öffnung eines Fahrzeugs. Bei der Gebäudebrandsimulation ging es am Schlauch- und Übungsturm um die Rettung von Menschen über Steck- und Schiebeleitern aus höheren Etagen. Die FFW Rielasingen-Worblingen rückte mit der Drehleiter 23/12 an. (drm)