Zöllner des Hauptzollamts Singen haben am Grenzübergang Bietingen drei Bargeld-Schmuggelversuche von über 125.000 Euro aufgedeckt. Dies berichtet das Hauptzollamt in einer Pressemitteilung. Zuerst wurden die Ermittler bei einem 48-jährigen Deutschen bei der Ausreise in die Schweiz fündig. Auf Befragen gab dieser gegenüber den Zöllnern an, lediglich 5.000 Euro mitzuführen. Bei der Kontrolle wurden in seiner Hosentasche über 5.600 Euro aufgefunden. Die angekündigte Durchsuchung seines Autos veranlasste den 48-Jährigen dazu, ein weiteres Bargeldversteck einzuräumen. Im Kofferraum seines Fahrzeugs, versteckt hinter einer Verkleidung, holte er weitere Geldbündel in Höhe von über 28.000 Euro hervor. Das Geld habe er dort aus Sicherheitsgründen deponiert, sagte er. Insgesamt hat der Mann versucht, mehr als 34.000 Euro über die Grenze zu schmuggeln.

82.000 Franken im Rucksack

Bei einer weiteren Kontrolle fanden die Zollbeamten im Fahrzeug eines Mannes aus dem Landkreis Tuttlingen in einer verschlossenen Geldkassette 21.000 Euro auf. Auch er gab an, keinerlei anmeldepflichtigen Barmittel mitzuführen. Den größten Bargeldbetrag fanden die Zöllner bei einem 52-jährigen polnischen Staatsangehörigen bei der Einreise-Kontrolle nach Deutschland. In seinem Rucksack entdeckten die Kontrolleure insgesamt 82.000 Schweizer Franken (umgerechnet über 70.000 Euro). Auch er hatte die Frage der Zöllner nach anmeldepflichtigen Barmitteln mehrfach verneint. Gegen sämtliche Beteiligten wurde wegen des Nichtanmeldens der mitgeführten Barmittel jeweils ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Der 52-jährige Pole musste zusätzlich noch eine Sicherheitsleistung für die zu erwartende Geldstrafe in Höhe von 9.000 Euro hinterlegen. Sie alle müssen mit nicht unerheblichen Geldbußen rechnen.

Darauf weist das Hauptzollamt Singen in diesem Zusammenhang hin: Jede Person, die mit Barmitteln im Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr aus einem Nicht-EU-Staat (wie zum Beispiel der Schweiz) nach Deutschland einreist oder von dort aus in einen Nicht-EU-Staat ausreist, muss diesen Betrag unaufgefordert bei der zuständigen deutschen Zollstelle schriftlich anmelden. Bei der Einreise mit Barmitteln im Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr aus einem Mitgliedstaat der EU nach Deutschland oder der Ausreise aus Deutschland in einen anderen Mitgliedstaat der EU, muss jede Person diesen Betrag bei der Ein- oder Ausreise bei Kontrollen durch den Zoll auf Befragen mündlich anzeigen.