Schon knapp eine Stunde nach Urnenschluss stand in Gottmadingen fest, dass Dorothea Wehinger (Grüne) mit 35,6 Prozent der Stimmen nochmal knapp 4 Prozentpunkte mehr erhält als vor fünf Jahren. Wie schon 2016 wurde die CDU die zweitstärkste Kraft (18,8 Prozent), allerdings mit knapp halb so vielen Stimmen wie die Grünen und nochmal 5,7 Prozentpunkte weniger als vor fünf Jahren. Die SPD liegt bei 13 Prozent (ein Minus von 1,9 Prozentpunkten). Neu ist, dass die FDP nun die AfD um 0,9 Prozent überholt hat: Markus Bumiller erhielt 11,4 Prozent (ein Plus von 4,8 Prozentpunkten), Bernhard Eisenhut 10,5 Prozent (minus 4,3).

Schon vor fünf Jahren waren Populisten in Gottmadingen weniger gefragt als in anderen Hegau-Gemeinden: Während die AfD vielerorts die drittstärkste Kraft wurde, lag sie in Gottmadingen damals auf dem vierten Platz.

Martin Rauwolf, stellvertretender Wahlvorstand, bei der Landtagswahl in der Hebelhalle in Gottmadingen.
Martin Rauwolf, stellvertretender Wahlvorstand, bei der Landtagswahl in der Hebelhalle in Gottmadingen. | Bild: Tesche, Sabine

Die Wahlbeteiligung war 2016 deutlich höher als in diesem Jahr: 57 Prozent der Wahlberechtigten nutzten aktuell ihr Stimmrecht, das sind 11 Prozent weniger als vor fünf Jahren. Die meisten davon (64,1 Prozent der Wähler) nutzten Briefwahl. Hauptamtsleiterin Marion Haas zeigte sich dennoch überrascht über die vielen Stimmen, die vor Ort abgegeben wurden: Gerade im größten Urnenbezirk, der Hebelhalle, hätten viele noch am Sonntag ihr Kreuz gemacht.

Das könnte Sie auch interessieren