Der Friedhof ist ein Ort der Stille und soll das nach Auffassung des Gottmadinger Gemeinderats auch bleiben. Deshalb soll weiterhin eine möglichst lange Mauer den Friedhof zur Friedhofstraße abgrenzen. Die dortige Mauer ist marode und an der südwestlichen Friedhofstraße drückt auch eine Platane dagegen. So schilderte Heinz-Dieter Restle vom Bauamt den Handlungsbedarf. Ein Teil der Mauer sei bereits abgebrochen worden, weil man die Mauer mit der Hand bewegen konnte – das sei eine Gefahr für Friedhofsbesucher und Straßennutzer.

Betonmauer oder nur eine Hecke?

Diese Frage bewegte das Gremium, das wegen der Pandemie in der Fahr-Kantine tagte. Letztlich waren sich die Bürgervertreter rasch einig, dass es einige Mauern im Innenbereich des Friedhofs und zur Landschaft hin künftig nicht mehr braucht: Dieser Beschluss erfolgte einstimmig. Die Mauern sollen aber, wenn sie niemanden gefährden, laut Heinz-Dieter Restle erst dann abgerissen werden, wenn die bestehenden Hecken so hoch und dicht sind, dass sie einen Sichtschutz bieten.

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... und soll die Mauer lang oder kurz sein?

Unterschiedlicher Meinung waren die Räte zur Länge der neuen Mauer an der Friedhofstraße: Soll sie so lang wie möglich sein, bis die Platane eine Grenze setzt, oder nur so lang wie nötig sein, um das Tor zu erhalten? 13 Räte stimmten für eine lange Mauer, acht für eine kurze. Daher wird nun eine lange Mauer umgesetzt.

Neue Mauer kostet 16.800 Euro

Die bestehende Mauer sei nichts Besonderes, konstatierte Eberhard Koch (Freie Wähler) – nicht umsonst habe man innen bereits eine Hecke gepflanzt. Ohne Mauer wollte aber niemand das Friedhofsgelände belassen: „Ich habe es ohne eine Mauer gesehen und da gehört eine hin“, befand Fraktionskollege Norbert Fahr. Auf seine Frage zum Zustand der Platane sagte Restle: „Der Baum wird uns wahrscheinlich überleben.“

Der bereits erfolgte Abbruch eines Mauerstücks kostete die Gemeinde rund 4500 Euro, dazu kommen geschätzt 16 800 Euro für eine neue Betonmauer über 24 Meter. Eine Hecke hätte zwar nur 1080 Euro gekostet, aber höhere Unterhaltskosten von vier Euro pro Meter und Jahr bedeutet.

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