Schnell zur Kita fahren und das Kind abgeben oder möglichst schnell ins Schwimmbad? Das soll in der Straße Im Täschen in Gottmadingen bald nicht mehr möglich sein. Der Verkehr soll beruhigt werden, nachdem sich Anwohner beschwert haben. Das wurde im Ausschuss für Technik und Umwelt des Gottmadinger Gemeinderats besprochen. Joachim Dutt vom Bauamt hatte dafür vier Varianten ausgearbeitet: mit Schwelle, längerem Parkstreifen, Verengung beim Schwimmbad oder einem Hindernis beim Parkstreifen. Einig waren sich die Gemeinderäte darin, dass es keine Schwellen werden sollen, denn die seien zu laut. Nun soll es eine längere Erhöhung im Bereich der Kita werden. Dabei waren sich die Räte nicht sicher, ob es überhaupt Maßnahmen braucht. Dem widersprach eine Anwohnerin.

Anwohnerin erzählt: Schon zwei Katzen gestorben

Zwei ihrer Katzen seien schon überfahren worden, weil in der Straße so schnell gefahren werde, schilderte die Anwohnerin in der Fragestunde. Sie wohne im Bereich des Schwimmbads. „Ich sehe da die Gefahr des schnellen Durchfahrens nicht so sehr“, sagte Bürgermeister Michael Klinger. Eine Einengung verlangsame bereits den Verkehr. Außerdem habe er keine weiteren Beschwerden von Badbesuchern gehört.

Heinz-Dieter Restle vom Bauamt präsentierte Ergebnisse einer Verkehrszählung im Juni: Bis zu 885 Autos fuhren pro Tag in Richtung Wohngebiet, die durchschnittliche Geschwindigkeit betrug höchstens 36,2 Stundenkilometer.

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Gemeinderat schildert unübersichtliche Kuppe bei der Kita

Handlungsbedarf schilderte Florian Schönle (Freie Wähler) an der Kita: Gefährlich sei die unübersichtliche Kuppe. Eine Schwelle sei allerdings nur eine günstige Notlösung, befand er. Andere Räte waren sich nicht sicher, ob es überhaupt ein Einschreiten braucht: „Es geht relativ vernünftig zu Im Täschen“, befand Walter Beyl (Freie Wähler). „Eine Schwelle bringt keine Veränderung im Verkehrsverhalten“, sagte Norbert Fahr (Freie Wähler).

Nun soll es eine längere Erhöhung werden

Eine neue mögliche Lösung nannte Bürgermeister Klinger: Am evangelischen Kindergarten habe man eine ähnliche Situation mit einer Erhöhung über vier bis fünf Meter gelöst: Die sei weniger abrupt als eine Schwelle, habe aber ebenfalls eine bremsende Wirkung. Der Ausschuss beschloss einstimmig, dass dieser Vorschlag ausgearbeitet werden soll. Die bisher erarbeiteten Varianten werden nicht weiter verfolgt.

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