Die ersten beiden Anfragen wurden bereits vor Jahren abgelehnt, doch der Unternehmer ließ nicht locker: Er möchte eine Spielhalle in der Zeppelinstraße in Gottmadingen umsetzen, selbst wenn einer von fünf dafür nötigen Parkplätzen fehlt.

Dieser Umstand machte es den Gemeinderäten in ihrer jüngsten Sitzung einfach, eine Ansiedlung abzulehnen: Dem Unternehmer soll nicht ausnahmsweise erlaubt werden, den fehlenden Parkplatz finanziell auszugleichen. Im Gremium kündigte sich damit aber eine Grundsatzdebatte an. „Das ist ein Präzedenzfall„, sagte Bürgermeister Michael Klinger.

Der neue Stadtplaner Markus Töpfer erklärte die Umstände: 2010 und 2011 habe es bereits Ideen für eine Spielhalle im Bereich Goldbühl gegeben, die als zu großräumig abgelehnt wurden. Nun sei eine kleinere Fläche von unter 100 Quadratmetern geplant und es stelle sich für die Verwaltung die Frage, ob Glücksspiel in diesem Bereich gesteuert werden soll.

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Spielhallen sollen nicht ins Gewerbegebiet

Bürgermeister Michael Klinger erklärte, dass bereits vor Jahren beschlossen wurde, solche Betriebe, wenn überhaupt, gezielt innerstädtisch anzusiedeln, um dem heimlichen Nachgehen einer Sucht etwa in einem Gewerbegebiet entgegenzuwirken. Michael Klinger erinnerte an einen Aufstellungsbeschluss vor einigen Jahren, wonach die Verwaltung die Ansiedlung von Glücksspiel-Einrichtungen steuern solle. Das sei aber nicht weiter verfolgt worden – bis jetzt.

Ausschuss und Rat sind sich einig: Verwaltung soll lenken

Der Ausschuss für Technik und Umwelt hatte das Thema wenige Minuten zuvor einstimmig an den Gemeinderat Gottmadingen verwiesen, dieser war sich ebenfalls einig: Die Verwaltung soll steuernd eingreifen. Laut Bürgermeister Michael Klinger wird die Verwaltung das nun erarbeiten und das Thema dann erneut im Gremium präsentieren. Bis dahin soll das Anliegen des Bauherren zurückgestellt werden.

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