Ein ungewöhnliches Schuljahr mit einem ungewöhnlichen Abschluss – wie überall waren auch an der Eichendorff-Realschule in Gottmadingen die vergangenen Wochen und Monate von Corona geprägt. Schulschließung, Videokonferenzen, Homeschooling, Ausfall der Abschlussfahrt, Verschiebung der Prüfungen und schließlich keine Abschlussfeier?

Das könnte Sie auch interessieren

So sollte es nicht sein, wie es in einem Bericht der Schule über die Abschlussfeier heißt. Unter Pandemiebedingungen war dafür freilich viel Phantasie gefragt. So erhielt jede Abschlussklasse ihre eigene Feier. Schulleiterin Cosima Breitkopf stimmte auf die „festliche Zeugnisübergabe in kleinem Rahmen“ mit dem Motto von Walt Disney des letzten Jahres ein: „Wer aufgibt, hat verloren, wer dranbleibt, kann Großes bewirken.“

Aufgegeben hat keiner der 89 zur Prüfung angetretenen Schüler, alle haben bestanden. Cosima Breitkopf betonte die Entwicklung der Jugendlichen zur Persönlichkeit. Einen ausdrücklichen Dank an die Schüler, Eltern und Lehrkräfte sowie für die Schulsozialarbeiter, Sekretärinnen und Hausmeister für die geleistete Arbeit fügte die Schulleiterin hinzu und betonte das gute Verhalten der Abschlussschüler, die ein Vorbild für die jüngeren Schüler gerade in der letzten Zeit gewesen seien.

Bei der Zeugnisübergabe wurde auf die Einhaltung der Abstandregeln geachtet.
Bei der Zeugnisübergabe wurde auf die Einhaltung der Abstandregeln geachtet. | Bild: Winfried Herzig

Bürgermeister Michael Klinger ließ es sich nicht nehmen, sich wenigstens in einer Videobotschaft an die Schüler zu wenden. Er ermunterte sie, ihre Talente zu entfalten und ihre Chancen zu nutzen. „Ich traue euch die Zukunft zu, macht was draus!“

Schülersprecherin Ines Huskic dankte in einer emotionalen Rede allen am Schulleben Beteiligten, sie erinnerte an die vielen Unternehmungen in der Schulzeit und betonte, dass sie nicht nur Unterrichtsinhalte, sondern auch Disziplin, Respekt und die gegenseitige Unterstützung gelernt habe. Die Klassenlehrer Timy Hiller (10a), Claus Schuster (10b), Kurt Wurmstein (10c) und Svenja Kirsch (10d) waren sich in ihrem Resümee darüber einig, dass ihnen ihre Klassen ans Herz gewachsen sind und dass gerade die Unternehmungen sie zusammengeschweißt hätten. Anschließend überreichten die Klassenlehrer die Zeugnisse mit vielen Loben und Preisen mit dem notwendigen Abstand. Die Schulbeste war in diesem Jahr Antonella Russano (10c) mit dem Traumschnitt von 1,0.

Das könnte Sie auch interessieren