Nach zwei Jahren Paus startete dieses Jahr wieder der Slow-up-Aktionstag Hegau -Schaffhausen. Die Tour führte über Herblingen, Thayngen, Gottmadingen, Buch, Ramsen, Gailingen, Dörflingen und Büsingen. Auf für Autos gesperrten Straßen konnten Fahrradfahrer oder Skater die gesamte Runde von Station zu Station fahren oder sich beliebig auf der Strecke die gewünschte und ihrer Fitness entsprechende Route aussuchen. Die Fahrtrichtung verlief im Uhrzeigersinn. Von 10 bis 17 Uhr hatten auf 38 Kilometern nicht Autos, sondern Fahrräder das Sagen.

Das haben viele Menschen genossen. Es ging nicht um Geschwindigkeit oder Sieger – allein die Teilnahme, die Bewegung und Begegnung mit Gleichgesinnten zählte. Gemeinsam in Aktion zu kommen, war für alle ein Erlebnis. Das bekräftigte eine teilnehmende Familie aus Schaffhausen: „Die Straßen sind frei für uns, man kann so weit fahren, wie man es schafft und überall sind Anlaufpunkte zu unterhaltsamen Pausen mit Beschäftigungen für die Kinder und Bewirtung.“

Entenfischen für die Kleinsten: Bei den einzelnen Stationen war mächtig Betrieb.
Entenfischen für die Kleinsten: Bei den einzelnen Stationen war mächtig Betrieb. | Bild: Ingrid Ploss

Schon zur Eröffnung in Schaffhausen waren zahlreiche Aktive dabei. „Es war zu spüren, wie sehr sich alle gefreut haben, dass dieses Event endlich wieder stattfinden kann“, war Marcel Theilers Eindruck. Seit den Anfängen war er Mitorganisator und seit vier Jahren nun Präsident des Organisationskomitees des Slow-up-Aktionstags.

„Wir haben keine Eile“

Größter Andrang herrschte aber wohl in Gottmadingen. Festwirtschaften, Unterhaltung vom Musikverein Randegg und viele Aktivitäten für Groß und Klein wurden geboten. Eine Kletterwand stand bereit, die Kleinsten konnten Enten fischen oder beim Seiler eigene Seile drehen. Auch für Fahrradservice war gesorgt, Sanitäter sowie E-Bike-Ladestationen standen bereit.

Yoshi von „radkultur-bw“ hilft bei kleinen Pannen.
Yoshi von „radkultur-bw“ hilft bei kleinen Pannen. | Bild: Ingrid Ploss

Es waren viele E-Biker unterwegs, aber so mancher Familienvater fuhr auch aus eigener Muskelkraft seinen Nachwuchs im Fahrradanhänger über den Rundkurs. „Wir haben ja keine Eile und genießen die Auto-freien Straßen und die schöne Landschaft. Wir machen unser eigenes Tempo und Pause an den Stationen – überall ist etwas los“, meinte einer der Fahrrad-Fahrer.

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Dieses freie Fahren ohne Druck von Tempo oder Zielankunft auf für Autos gesperrten Straßen in wunderbarer Landschaft ist wohl die größte Anziehung des Events für die Teilnehmer. Circa 23.000 Fahrradfahrer und Skater genossen diesen Tag. Möglich machten nicht nur das Organisationsbüro, sondern auch zahlreiche Helfer aus den Vereinen – es gab allein 70 freiwillige Verkehrsregler. Dazu kam die Unterstützung von Sponsoren sowie der Polizei.

Streckenposten in Gottmadingen sorgten dafür, dass alle sicher über die Straße kommen.
Streckenposten in Gottmadingen sorgten dafür, dass alle sicher über die Straße kommen. | Bild: Ingrid Ploss