Nach intensiver Vorberatung hat der Gottmadinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Haushaltsplan und die entsprechende Satzung für das begonnene Jahr 2022 einstimmig verabschiedet.

Kämmerer Andreas Ley hatte gut Lachen, nachdem die schlimmsten Befürchtungen aus dem vergangenen Jahr nicht eingetreten sind. Zu Beginn der Corona-Pandemie war die Gemeinde von einem starken Einbruch der Gewerbesteuer ausgegangen.

2021 verlief besser als ursprünglich gedacht

Entgegen der Erwartungen konnte sich die Wirtschaft gut behaupten, so dass sich der Kämmerer auch für das neue Jahr vorsichtig optimistisch äußert. Trotz der hohen Investitionen in die neue Eichendorff-Realschule und einer hohen Kreditaufnahme von über sieben Millionen Euro blieb die Gemeinde 2021 leistungsfähig und kann sogar mit einem ordentlichen Ergebnis von 367.000 Euro abschließen.

Die größten Projekte im laufenden Jahr sind die lang erwartete Erweiterung der Grenzlandhalle in Randegg und der Breitbandausbau. „Beides sind Millionenprojekte, die sich über zwei Haushaltsjahre verteilen werden und nur mit entsprechenden Zuschüssen finanzierbar sind“, erklärt Andreas Ley. Einen geplanten Kassenkredit in Höhe von zwei Millionen Euro werde die Gemeinde nicht benötigen. Wie bereits vorberaten, bleiben die Steuersätze im Jahr 2022 unverändert.

Hebelschule muss noch warten

Drei Anträge hatten die Räte dann doch noch vor der Freigabe des neuen Haushaltsplanes zu besprechen: Der Evangelische Kindergarten hätte gerne einen Schallschutz. Dieser soll 7000 Euro kosten. Dafür gab es Zustimmung. Die katholische Kirche wünscht sich ein Holzpodest, um eine zweite Nutzungsebene in einem Raum zu erhalten. Hier werden Mittel mit Sperrvermerk in Aussicht gestellt.

Vor der Freigabe soll das Projekt aber inhaltlich konkretisiert werden. Neue Möbel für die Gänge in der Hebelschule nach dem Vorbild der Eichendorff-Realschule will die Gemeinde in diesem Jahr noch nicht anschaffen. Das werde allenfalls für den Haushalt 2023 relevant, erklärte Bürgermeister Michael Klinger. Dem folgte der Gemeinderat ebenfalls einstimmig.

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Auch die Wirtschaftspläne der Eigenbetriebe Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Entwicklungsmaßnahmen billigten die Räte ohne weitere Diskussion einstimmig.