War es naiv von Yazid Al Enada, zu glauben, dass er innerhalb kürzester Zeit in die Käseproduktion einsteigen kann? Wahrscheinlich. War er voreilig, dass er gleich 130 Ziegen gekauft und nach Randegg gebracht hat? Ganz bestimmt. Wie der „Adler“-Pächter selbst zugibt, war das Gelände anfangs noch nicht einmal richtig gesichert, sodass er und seine Familie immer wieder durch den Ort streunende Ziegen einfangen mussten.

Das könnte Sie auch interessieren

Fakt ist aber auch: Die Tiere sind da. Und wenn man es grundsätzlich positiv bewertet, dass sich Flüchtlinge eine eigene Existenz aufbauen; dass sie ihre Expertise einbringen, um zu einem vielfältigen Miteinander beizutragen, dann ist jetzt die Möglichkeit gegeben, sie zu unterstützen. Wenig hilfreich erscheint es in dieser Ausnahmesituation, dass sich der Vertreter der Eigentümerin und die Behörden gegenseitig die Schuld zuschieben. Die Zeit drängt.

Deshalb gilt es, zügig festzustellen, was rund um den „Adler“ noch alles getan werden muss, um eine erfolgreiche Käserei zu etablieren. Kann die Gemeinde vielleicht als Vermittler fungieren? Der Gewerbeverein? Der Landwirtschaftsverband? Letztlich ist jede Hilfestellung willkommen. Wer auch immer zu einer Lösung beiträgt, hilft nicht nur Yazid Al Enada und seiner Familie. Er trägt auch dazu bei, dass ein heruntergekommener Gasthof wieder zu einem Aushängeschild im Hegau werden kann.

Jetzt wieder verfügbar: die Digitale Zeitung mit dem neuen iPad und 0 €* Zuzahlung

*SÜDKURIER Digital inkl. Digitaler Zeitung und unbegrenztem Zugang zu allen Inhalten und Services auf SÜDKURIER Online für 34,99 €/Monat und ein iPad 10,2“ (32 GB, WiFi) für 0 €. Mindestlaufzeit 24 Monate. Das Angebot ist gültig bis zum 12.07.2020 und gilt nur, solange der Vorrat reicht. Ein Angebot der SÜDKURIER GmbH, Medienhaus, Max-Stromeyer-Straße 178, 78467 Konstanz.