Albertrichard Pfrieger hat die Gunst der Stunde genutzt. Ein leerstehendes Haus und vier Köpfe voller Ideen, das passt zusammen. Petersburg 18 lautet die Adresse, in der bei Randegg zusammengefunden hat, was zusammen wollte. „Für ein im Moment leerstehendes Haus wurde eine sinnvolle, aber temporäre Nutzung gesucht“, erklärt Pfrieger. Zur Vernissage im Oktober waren Museen und Galerien noch geöffnet. Dann war plötzlich alles anders. Kino, Theater und Museen mussten schließen.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Petersburger Ausstellung konnte weiter machen. „Im Gegensatz zu Museen und anderen Kulturveranstaltern zählen Galerien zum Einzelhandel und dürfen deshalb auch jetzt geöffnet bleiben“, so Pfrieger. Noch bis zum Wochenende kann die Ausstellung unter dem Titel „Wer will feinen Sand?“ besucht werden. Dabei hoffen er und seine drei Kunstkollegen, dass niemand feinen Sand wünscht.

Die Künstler haben ganz spontan die Räume für ihre Arbeiten gewählt haben. Antinio Zecca (l.) hat in seine Installation die gesamten Kellerräume einbezogen, Jörg Bach eine Arbeit extra für die Räucherkammer geschaffen.
Die Künstler haben ganz spontan die Räume für ihre Arbeiten gewählt haben. Antinio Zecca (l.) hat in seine Installation die gesamten Kellerräume einbezogen, Jörg Bach eine Arbeit extra für die Räucherkammer geschaffen. | Bild: privat

„Nicht der Sand ist das das zentrale Motiv, sondern die Arbeiten der einzelnen Künstler“, betont Pfrieger und sieht doch auch die Allegorie der Zeit. „Kann man nicht den Eindruck haben, dass uns unser kulturelles Leben im Moment wie feiner Sand durch die Finger rinnt?“ Laudatorin Gabi Bauer formuliert es so: Es sei bei Sand wie in der Kunst. „Sand gibt es in vielen verschiedenen Ausformungen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Genau dies wolle die Kunst von Pfrieger, Antoino Zecca, Jörg Bach und Reinhold Adt auch darstellen. Das Thema Sand lassen die Beteiligten aber kurzerhand links liegen. Wer will schon feinen Sand, wenn er spannende Kunst bekommen kann. Die Ausstellung ist samstags von 14-18 Uhr geöffnet, sonntags von 14.30-16.30.