Die alte Viehwaage liegt gegenüber dem Ebringer Dorfzentrum und in der Nähe der Kirche. Nun soll der Platz umgestaltet werden, so dass sich dort ein kleines Zentrum bildet. Eine Litfaßsäule steht schon da.
Die alte Viehwaage liegt gegenüber dem Ebringer Dorfzentrum und in der Nähe der Kirche. Nun soll der Platz umgestaltet werden, so dass sich dort ein kleines Zentrum bildet. Eine Litfaßsäule steht schon da. | Bild: Trautmann, Gudrun

So klein der Gottmadinger Ortsteil Ebringen ist, so lebendig ist dort die Dorfgemeinschaft. In dem 280 Seelen zählenden Weiler kennt jeder jeden. Der Zusammenhalt ist stark, wie man in den vergangenen Jahren zum Beispiel an dem stimmungsvollen Weihnachtsmarkt erleben konnte. Bei solchen Festen ist das ganze Dorf auf den Beinen. Wenn die Tradition lebt, wird der Platz vor dem schön sanierten Schulhaus und der Kirche zum Treffpunkt. Ein kleines Gebäude mit langer bäuerlicher Tradition gehört zu dem Ensemble: die Viehwaage. Ein wenig an den Rand gequetscht fristet sie zur Zeit noch ein Schattendasein. Das soll sich aber nun ändern.

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Winziges Haus mit Geschichte

Der Platz soll aufgewertet werden. Auslöser ist das große Bauvorhaben auf dem Nachbargrundstück, das eine leichte Hangneigung hat und fast bis an das kleine Häuschen heranreicht. Es hat sich gezeigt, dass die Stützmauer ersetzt werden muss. Wie der Gottmadinger Stadtplaner Markus Toepfer in der Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt bekannt gab, hat der Bauträger des Mehrfamilienhauses angeboten, die Viehwaage wieder herzurichten. Angesichts der durch die Corona-Pandemie weggebrochenen Gewerbesteuereinnahmen begrüßen Verwaltung und Gemeinderat das Angebot. „Es gab eine längere Diskussion um diese Ecke“, erinnert sich Toepfer.

Dreckecke vermeiden

Um dem Original möglichst nahe zu kommen, soll die marode Stützmauer durch eine Natursteinmauer ersetzt und der Platz mit einer schönen Pflasterung ansprechender gestaltet werden. Die Gemeinde möchte das dahinter liegende schmale Grundstück inklusive der Stützmauer verkaufen. So soll verhindert werden, dass ein toter Streifen entsteht, mit dem niemand etwas anfangen kann und der von der Gemeinde gepflegt werden muss.

Sogar ein Narrenbaumloch

Eine Sorge der Narren konnte Toepfer gleich ausräumen: „Für das Narrenbaumloch ist gesorgt.“ Trotzdem gibt es Bedenken. Bisher habe man immer darauf geachtet, dass kein Gebäude neben dem Narrenbaum steht. Das wird sich mit dem Neubau ändern.

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