Das Engagement der Gottmadinger Jugendlichen ist Heinz-Dieter Restle mehr als eine Randnotiz wert. Der Mann vom Bauamt nutzte die jüngste Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt (ATU), um die Weiterentwicklung der Pläne zu dem geplanten Dirt Track im Wiesental genauer darzustellen. Die Projektidee ist zwar nicht ganz neu; durch den Jugendpfleger Jonathan Schmidt Fernandez wurde sie aber erst wieder richtig belebt. Ihm ist es gelungen, die Jugendlichen aktiv mit ins Boot zu holen. Schließlich machten Gemeinderat und Verwaltung zur Bedingung, dass sich die jungen Leute bei der Gestaltung ihres Geschicklichkeitsparcours selber einbringen müssten. Sie sollten nichts vorgesetzt bekommen, für das sie sich gar nicht interessieren. Sie sollten für ihren Dirt Track Einsatz zeigen, dafür brennen.

Aus einer Idee wurde ein richtiger Plan

Mittlerweile hat sich einiges getan. Die Skizzen aus der Schublade wurden stark modifiziert. Nun gibt es Rampen, Steilwandkurven, Buckelpisten und kleinere Hügel für die Anfänger. Heinz-Dieter Restle schilderte den Ausschussmitgliedern das Höhenprofil des Geländes und die möglichen Abläufe je nach Trainingsstand.

Im Gottmadinger Bauhof zeigen Heinz-Dieter Restle und Jonathan Schmidt Fernandez die erste Skizze vom geplanten Dirt Track. Mittlerweile ist daraus ein richtiger Plan geworden.
Im Gottmadinger Bauhof zeigen Heinz-Dieter Restle und Jonathan Schmidt Fernandez die erste Skizze vom geplanten Dirt Track. Mittlerweile ist daraus ein richtiger Plan geworden. | Bild: Trautmann, Gudrun

Jugendliche sehr fachkundig bei der Sache

Es habe verschiedene Zoom-Konferenzen mit den Jugendlichen gegeben, berichtet Restle. „Der Austausch war sehr konstruktiv und qualitativ sehr hochwertig.“ Für Bürgermeister Michael Klinger steht mittlerweile fest: „Das wird eine gewaltige Anlage, die wir da bauen.“

Unterstützung kommt von einem Bauunternehmer

Unterdessen haben Jonathan Schmidt Fernandez und Heinz-Dieter Restle eine Vereinbarung mit einem Bauunternehmer getroffen, der seinen Erdaushub von Baustellen im Wiesental abladen darf. Dafür stellt er seine Maschinen für die schweren Erdbewegungen kostenlos zur Verfügung. Die Idee ist, dass die Jugendlichen das Material dann anschließend selbst modellieren und so ihre eigene Hügellandschaft erschaffen. Der gemeinsam entwickelte Plan ist nicht in Stein gemeißelt, sondern kann auch mit der Zeit immer wieder verändert werden.

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Jede Menge Erde muss verschoben werden

350 bis 400 Kubikmeter Erdaushub werden nach Berechnungen des Bauamtes für den Dirt Track benötigt. „Alleine für den 3,5 bis vier Meter hohen Starthügel werden wir rund 100 Kubikmeter Erde brauchen“, sagt Reste. Man spürt seine Begeisterung für die engagierten Jugendlichen und darüber, dass es mit dem Projekt voran geht. Mit der ersten Materiallieferung sei kurzfristig zu rechnen. Dann dürften auch die jungen Leute mit Schaufel und Schippe Hand anlegen.

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