Hohen Besuch aus Zambia konnte der Afrika-Hilfeverein Brücke der Freundschaft vor kurzem begrüßen. Nach dem plötzlichen Tod seines Vorgängers besuchte der neue Bischof in der Diözese Mpika, Edwin Mwansa Mulandu, den Hegau.

Er hatte zusammen mit Bischof Valentin Kalumba aus Livingstone an der Generalversammlung des Päpstlichen Missionswerks in Lyon teilgenommen und nutzte die Gelegenheit, bei einem Kurzbesuch die Verantwortlichen der Brücke der Freundschaft persönlich kennen zu lernen.

Diözese ist Trägerin aller Buschkliniken

Die Diözese ist Trägerin aller Buschkliniken und Gesundheitsstationen in ihrem Einzugsbereich und steht dem Hilfswerk insbesondere bei der Erledigung der Zollformalitäten bei. „Der Bischof hebt den Kopf hin“, erklärt Klaus Brachat als Vereinsvorsitzender: „Deshalb ist es für uns wichtig, ihn im Boot zu haben.

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Die gute Zusammenarbeit mit dem obersten Chef der Diözese, also dem Bischof, gibt uns für unsere Arbeit Stabilität und Sicherheit.“ So konnten Brachat und sein Team von der Vorstandschaft dem Bischof den Inhalt des Containers offenlegen, der demnächst auf die Reise nach Zambia geht.

Der Container wird Materialien für Schreiner-Werkstätten und Bautrupps enthalten, eine Vielzahl medizinischer Hilfsmittel und pädagogisches Material für die verschiedenen Bildungseinrichtungen in der Diözese. Da es fast an jedem Ort Pfadfindergruppen gibt, werden auch diese beispielsweise mit Hemden und Zelten unterstützt. „Das Material ist alles neu“ hebt die stellvertretende Vorsitzende Simone Graf hervor.

Bischof Valentin Kalumba und Bischof Edwin Mwansa Mulandu waren begeistert vom Hegau und dem Bodensee und genossen den kurzen Aufenthalt.
Bischof Valentin Kalumba und Bischof Edwin Mwansa Mulandu waren begeistert vom Hegau und dem Bodensee und genossen den kurzen Aufenthalt.

Bereits vor Ort sind sämtliche noch benötigten Baumaterialien und Einrichtungsgegenstände für das derzeit größte Projekt, an dem die Brücke der Freundschaft beteiligt ist. Zusammen mit der Makusti-Stiftung in Konstanz und den Well-Wishers aus Modena wird in Nakonde eine Schule gebaut.

Schule soll Ende Oktober fertig sein

Nachdem der Rohbau fertiggestellt ist und mit dem Innenausbau begonnen wurde, ist man zuversichtlich, dass der Bau Ende Oktober fertiggestellt ist und mit dem Schulbetrieb am 1. Januar begonnen werden kann. Dabei sind sowohl beim Gebäude als auch beim Programm der Schule strenge Normen einzuhalten.

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Beispielsweise ist die Zahl der Klassenzimmer vorgeschrieben, ein Brunnen und Strom muss vorhanden sein, das Essensangebot und das Programm mit Anzahl der Schüler und dem Fächerangebot muss vorliegen. „Das alles wird vom Staat vorab überprüft und wenn alles passt, gibt es die formelle Anerkennung. Diese ist erforderlich, damit die Lehrer vom Staat bezahlt werden,“ weiß Klaus Brachat zu berichten.

Nelio Graf (Mitte) war stolz über den bischöflichen Besuch von Edwin Mwansa Mulandu (links) und Bischof Valentin Kalumba beim letzten ...
Nelio Graf (Mitte) war stolz über den bischöflichen Besuch von Edwin Mwansa Mulandu (links) und Bischof Valentin Kalumba beim letzten Saison-Spiel seiner Mannschaft.

Für den Besuch hatte sich das Vorstandsteam einiges einfallen lassen. Neben dem Gottesdienst mit Pfarrer Jörg Waldvogel in Bietingen besuchte man den Bodensee und beim Freiluftkonzert des MV Hilzingen präsentierte man den beiden auch etwas Neues, nämlich deutsche Blasmusik. Gerne nahmen die Fußball begeisterten Bischöfe auch die Einladung zum letzten Punktespiel der Hilzinger E1-Junioren an. Stolz nahmen die Jugendlichen, die den Meistertitel in ihrer Staffel errungen hatten, nach dem Spiel die Segenswünsche von Bischof Mulandu entgegen.