Zwei Tage nach dem Sturm konnte man das Kinderlachen schon wieder vom Parkplatz aus hören: Im Gottmadinger Höhenfreibad wurde wieder nach Herzenslust im Wasser gespielt und getobt. Wasserratten, die am Sonntag einen Sprung ins kühle Nass wagen wollten, war dies nicht möglich. Wer trotz des nicht gerade badetauglichsten Wetters am Sonntag den Weg ins Bad gefunden hatte, der stand vor verschlossenen Türen. Stattdessen war auf einem Schild zu lesen, dass das Höhenfreibad aufgrund von Unwetterschäden geschlossen bleibt.

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Wie Schwimmmeister Guido Schäfer auf Nachfrage des SÜDKURIER bestätigte, seien herumfliegendes Blätterwerk und abgeknickte Äste auf der Liegewiese der Grund für die temporäre Schließung gewesen. „Es waren extrem viele Blätter im Wasser“, sagt Guido Schäfer. Diese hätten dazu geführt, dass die Vorfilter in den jeweiligen Schwimmbecken verstopften. Davon betroffen seien auch die Wasserspeicher gewesen. „Wenn die Pumpe heißgelaufen wäre, hätte ein Dauerschaden entstehen können“, so Schäfer weiter. Die Pumpen hätten immer wieder Blätter angesaugt, sodass sie im Wechsel abgeschaltet werden mussten. Deshalb habe man sich dazu entschieden, das Schwimmbad nicht zu öffnen.

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Stattdessen waren er und sechs weitere Helfer bis in die Abendstunden mit der Säuberung der Becken beschäftigt. Insgesamt umfassen die Becken und die Wasserspeicher im Gottmadinger Höhenfreibad acht Millionen Liter Wasser. „Wir haben hier eine neue Technik und die galt es vor Folgeschäden zu schützen“, sagt Guido Schäfer. Seinen Angaben zufolge habe man am Samstagabend, als das Sturmtief über Süddeutschland zog, im Wasserspeicher vor lauter Blätter und Geäst nichts mehr sehen können. „Die Gefahr bestand, dass bei einem normalen Badebetrieb in der Hochsaison die Pumpen ausfallen“, so Schäfer weiter. Dies könnte zu einer längeren Schließung des Bades von zwei bis zu vier Wochen nach sich ziehen. „Seit Montag haben wir wieder regulär offen“, so Schäfer weiter.