Gottmadingen Start für den Brückenneubau: Ab 30. April wird die Hilzinger Straße voll gesperrt

Die Vorbereitungen für das Großprojekt haben begonnen: in den Pfingstferien findet Schienenersatzverkehr statt. Die DB Netze AG weist vor allem die Anwohner darauf hin, dass es punktuell laut werden kann

Gottmadingen – Endlich ist sie dran, die alte Eisenbahnbrücke über die Hilzinger Straße. Die reine Bauzeit der Brücke erstreckt sich über den Zeitraum von Mai bis Ende Oktober 2018. Die Hilzinger Straße muss aber von Ende April bis zum Frühjahr 2019 voll gesperrt werden. Markus Jautz und Stefan Kleinbub von der DB Netze AG informierten die Presse gemeinsam mit Bürgermeister Michael Klinger und Patrick Pingitzer vom Bauamt über den genauen Ablauf.

Projekt schon sehr lang geplant

Wer durch die Hilzinger Straße fährt und unter der Eisenbahnbrücke vorbeifährt, dem fällt auf, dass es jetzt bereits Vorarbeiten für den Neubau gibt. Mehr als 100 Jahre alt ist die Eisenbahnbrücke über die Hilzinger Straße oder die Landesstraße 190. Eigentlich hatte die Gemeinde gehofft, sie schon vor gut sechs Jahren neu zu bauen. Doch das scheiterte am fehlenden Geld vom Land. Es gab wohl zu viele andere Projekte, die wichtiger waren. Doch nun ist alles in trockenen Tüchern. Bereits in den 1970er Jahren sei ein Neubau der Bahnbrücke im Gespräch gewesen, weiß Michael Klinger von einem seiner Vorgänger im Amt, Robert Maus.

Hilzinger Straße wird voll gesperrt

Anwohner müssen sich nach dem Frühjahrsmarkt am letzten Aprilwochenende bis zum Ende der Straßenbauarbeiten im Frühjahr 2019 auf Umwege einstellen. Die Hilzinger Straße ist in diesem Zeitraum voll gesperrt. Für diesen Zeitraum wird für den Verkehr eine innerörtliche Umleitungsstrecke über die Gewerbestraße und die Hauptstraße eingerichtet. Fußgänger und Radfahrer können aber das Fuchsloch in der Nähe der Fahr-Kantine nutzen. Auf der Seite zur Hilzinger Straße wurde die Zufahrt zum Fuchsloch fußgängerfreundlich gepflastert.

Das so genannte Fuchsloch (im Hintergrund) bietet für Fußgänger und Radfahrer einen schmalen Durchgang während der Bauphase der Eisenbahnbrücke.Über den Ablauf informierten (von links) Bürgermeister Michael Klinger, Patrick Pingitzer (Bauamt), Stefan Kleinbub (Arbeitsgebietsleiter DB Netze) und Markus Jautz (Projektleiter für die Projektrealisierung Brücken, DB Netze). Bild: Susanne Gehrmann-Röhm
Das so genannte Fuchsloch (im Hintergrund) bietet für Fußgänger und Radfahrer einen schmalen Durchgang während der Bauphase der Eisenbahnbrücke.Über den Ablauf informierten (von links) Bürgermeister Michael Klinger, Patrick Pingitzer (Bauamt), Stefan Kleinbub (Arbeitsgebietsleiter DB Netze) und Markus Jautz (Projektleiter für die Projektrealisierung Brücken, DB Netze). Bild: Susanne Gehrmann-Röhm

Wie die Brücke mit Pfählen stabilisiert wird

Die Ingenieure haben beim Neubau der Brücke vieles zu bedenken. Da der Bodengrund nicht gut tragfähig ist, müssen für die Hilfsbrücken 30 Meter tiefe Pfähle in den Boden gerammt werden. "Die Hilfsbrücken haben eine Länge von 31 Metern. Das ist für uns auch etwas Neues", so Stefan Kleinbub, der für den Ingenieurbau bei Brücken der DB Netze zuständig ist.

Sperrung der Bahnstrecke

Der Brückenabbau und die Gründungsarbeiten für die Hilfsbrücken geschehen in der Zeit vom Freitag/Samstag, 18. und 19. Mai bis Samstag/Sonntag, 2. und 3. Juni in durchgehenden Tag- und Nachtschichten. Das entspricht dem Zeitraum der Pfingstferien. In dieser Zeit ist die Bahnstrecke zwischen Singen und Thayngen voll gesperrt. Es wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die Brückenüberbauten werden seitlich auf Montagegerüsten hergestellt und während einer viertägigen Sperrung der Strecke im Oktober eingeschoben.

Anwohner werden noch informiert

Für die Anwohner im Umfeld der Brücke werden Handzettel verteilt. Am 8. Mai soll ein Dorfgespräch stattfinden. Das Land ist mit zwei Dritteln an den Kosten von rund zehn Millionen Euro beteiligt. Ein Drittel der Kosten trägt die Bahn. Die Gemeinde muss nur rund 600 000 Euro für die Kanal- und Wasserleitungen bezahlen.

Hotelgutscheine für die Anwohner

"Die Deutsche Bahn bemüht sich, die von den Bauarbeiten und den Maschinen ausgehenden Störungen so gering wie möglich zu halten und bittet die Anwohner um Verständnis", so Markus Jautz (Projektleiter für die Projektrealisierung Brücken, DB Netze). Für Anwohner im unmittelbaren Umfeld der Baustelle wird es vom 18. Mai bis 3. Juni Hotelgutscheine geben, da das Einbringen der Spundwände viel Lärm verursachen wird. Betroffen sind die Bewohner von etwa 28 Häusern.

Die Straßenbauarbeiten werden bis Frühjahr 2019 dauern. Die Durchfahrthöhe der Brücke wird am Ende von jetzt 3,80 auf 4,20 Meter erhöht, weil die Straße tiefergelegt wird. Die Straße wird von jetzt sechs Metern dann 15 bis 18 Meter breit werden und neben zwei Fahrspuren auf beiden Seiten kombinierte Fußgänger- und Radwege haben, so Bürgermeister Michael Klinger.

Der Zeitplan

  • Vollsperrung der Hilzinger Straße ab 30. April bis Frühjahr 2019
  • Vollsperrung der Bahnstrecke vom 18. und 19. Mai bis 2. und 3. Juni und weitere vier Tage im Oktober
  • Dorfgespräch für Anwohner am Dienstag, 8. Mai
  • Spatenstich mit Verkehrsminister Winfried Hermann: 24. Mai
  • Informationen für Bürger zu Brücken, Schienen und Baumaßnahmen sind per E-Mail möglich: dbnetz.suedwest@deutschebahn.com

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