Die Kommunalwahl hat für den Gottmadinger Gemeinderat einige Veränderungen gebracht. Für Markus Bruderhofer, der für die Freien Wähler in den Gemeinderat gewählt wurde, beginnt nach der Sommerpause damit auch eine neue Lebensphase.

Auf Platz 7 stand Markus Bruderhofer auf der Liste der Freien Wähler. Am Ende landete er mit 3059 Stimmen sogar auf Platz 2, gleich hinter Walter Beyl, der wieder kandidiert hatte. 43 559 Stimmen haben die Freien Wähler in Gottmadingen insgesamt abgeräumt und damit 13,6 Prozent und zwei Sitze zugelegt.

Diesmal wollte er es wissen

Einige altgediente Gemeinderäte wie Georg Ruf, Peter Fix oder Klaus Sauter hatten nicht wieder kandidiert. „Das war auch ein Grund für mich, mich bei den Freien Wählern aufstellen zu lassen“, so Markus Bruderhofer. Er sei schon bei früheren Wahlen auf eine Kandidatur angesprochen worden. Diesmal wollte er es wissen.

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Am Tag der Auszählung waren die Freien Wählern im Gasthaus Sonne. Als Bürgermeister Michael Klinger ihnen das Ergebnis dort bekannt gab, war Bruderhofer positiv überrascht, dass er an die zweite Stelle gewählt wurde. „Es ist schön, dass aber auch ganz Junge wie Stephanie Faisst-Ruh und Ulrich Rüede nun im Gemeinderat sind“, sagt Bruderhofer.

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„Gerade beim Thema Schule ist es wichtig, dass nun junge Gemeinderäte dabei sind“, findet auch Claudia Bruderhofer. Sie findet es gut, dass ihr Mann nun drin ist. Seit einem Jahr ist sie auch voll im Büro in Markus Bruderhofers Geschäft „Delikat Essen“ beschäftigt. Ihre Tätigkeit als Bankkauffrau hat sie nach 30 Jahren an den Nagel gehängt.

Er sieht spannende Möglichkeiten für ehemaliges Schulgelände

Die Entscheidung für den Schulneubau kann Markus Bruderhofer nur nachträglich für gut befinden. „Ich war selbst auf der Eichendorff-Realschule und meine beiden Söhne auch, doch die Entscheidung, neu zu bauen, war die Richtige“. Natürlich müsse man als Gemeinderat genau überlegen, ob und wie man günstiger bauen kann. Aber Vorschriften, wie beim Brandschutz, müssten natürlich berücksichtigt werden.

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Auf dem bisherigen Schulgelände habe man nun Möglichkeiten, besondere Wohnformen zu installieren. „Solche spannenden Dinge möchte ich gern begleiten“, sagt Markus Bruderhofer. Auch die Vereine sind ihm wichtig. Schließlich sind er und seine Frau beide in der Narrenzunft und auch im Volleyball-Team Gottmadingen, wo sie sich vor vielen Jahren kennengelernt haben.

„Auch mal unbequeme Fragen stellen“

Die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderats ist noch vor den Sommerferien. „Ich bin gespannt, was auf mich zu kommt“, freut sich Markus Bruderhofer. „Ich werde mich beteiligen und vielleicht auch mal unbequeme Fragen stellen“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Dennoch findet er: der Bürgermeister Michael Klinger mache seine Sache gut.

Das will er selbst genauso handhaben. Dank seiner zuverlässigen Mitarbeiter sei er zuversichtlich, dass er dies mit seiner Arbeit als Chef von „Delikat Essen“ vereinbaren kann.

Zur Serie: In der Serie „Neu im Rat“ berichtet der SÜDKURIER nicht nur über die Erwartungen von neugewählten Gemeinderäten an die Politik, zugleich geht es um die Folgen des zeitaufwändigen Ehrenamts für den Alltag

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