Die altehrwürdige Fahr-Kantine war Schauplatz einer Rettungsübung. Dort, wo früher Wurstsalat mit Bratkartoffeln als Lieblingsgericht der Fahr-Beschäftigten den Raum füllten und heute Vereine Veranstaltungen abhalten, rückte die Gottmadinger Feuerwehr mit Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zu ihrer Jahreshauptprobe an. Das lockte an die zweihundert Menschen, darunter viele Familien mit Kindern und interessierte ehemalige Fahrianer. Zunächst galt es, einen Brand, der in einem Raum der Fahr-Kantine ausgebrochen war, zu löschen.

Das Publikum konnte hautnah an Ort und Stelle das Geschehen verfolgen. Nach den Ausführungen von Feuerwehrmann Joachim Hafner, der die Abläufe über das Mikrofon informativ kommentierte, demonstrierten Wehrleute, wie Atemschutzträger die verrauchte Räumlichkeit nach Personen durchsuchen und einen Rauchvorhang bilden. Danach musste ein Rettungstrupp eingreifen, um einen kollabierten Kameraden ins Freie zu bringen. „Es kann schnell mal passieren, dass es zu einer solchen Situation kommt. Die Atemschutzträger müssen bei gut 90 Grad und fast ohne Sicht ihren Einsatz leisten. Das ist eine enorme körperliche Anstrengung“, führte Hafner aus. Bei der Rettung kam auch die große Drehleiter zum Einsatz.

Die Wehrleute demonstrierten am Riederbach den neuen Tragkraftspritze-Anhänger mit einem 1500 Meter langen Schlauch. Großes Interesse fand eine aufwendige Personenrettung aus einem Unfall-Auto. Der DRK-Ortsverein sorgte für die Betreuung der Verletzten und trug seinen Teil an der erfolgreichen Übung bei. „Der neue Kreisbrandmeister, Carsten Sorg, war bei der Manöverkritik sehr angetan von unserer Übung. Vor allem, wie sie dem Publikum hautnahe Einblicke gab“, so Hafner. Und gut 50 an der Hauptrobe teilnehmenden Kameraden zeigten sich angetan davon, dass Sorg sie alle persönlich per Handschlag begrüßte und sich genauso von ihnen verabschiedete.