Diese Mischung gibt es wohl nur in Gottmadingen: Eine Oktoberfest-Gaudi, gepaart mit Sport der Extraklasse. Die Ringer des Kraftsportvereins (KSV) Gottmadingen fiebern nach dem Aufstieg in die Oberliga der neuen Saison entgegen. Die startet am Samstag, 8. September, ab 18 Uhr eben mit diesem Oktoberfest-Spektakel, das im vergangenen Jahr besten Anklang bei den etwa 400 Besuchern gefunden hatte. Bei den flotten, stimmungsvollen Klängen der Original Aussteigern, frisch gezapftem Bier und von den Kleintierzüchtern gegrillten Güggele soll es beim Duell mit den Kämpfern aus Schuttertal hoch hergehen. Austragungsort ist auch diesmal die Eichendorffhalle. Dorthin waren die Ringer eigens wegen dieser Doppel-Veranstaltung ausgewichen. Weil sie aber noch höhere Ambitionen haben und die schon beachtlichen Besucherzahlen in der Hebehalle weiter steigern wollen, tragen sie alle Heimkämpfe in der größeren Eichendorff-Halle aus. "Dadurch können weit mehr Zuschauer als bisher das Geschehen in unmittelbarer Nähe zur Matte verfolgen. Wir planen auch weitere derartige Ereignisse, um unseren Sport noch mehr in gesellschaftliche Bereiche einzubinden", erklärt Rolf Kraus, Vorsitzender des KSV Gottmadingen. Beste Voraussetzungen also dafür, dass die Stimmung Siedepunkte erreicht, wie beim Kampf des Gottmadinger Ringertrainers Volkert Hirt. Das Petersburger Urgestein, das mit den Nendinger Ringern Deutscher Meister wurde, hatte einen Koloss von Gegner buchstäblich niedergerungen. Das Volk tobte.

Große Ambitionen

Der eigene starke Nachwuchs soll noch besser in die Kämpfe eingebunden werden. Das schaffe Identifikation und schone den finanziellen Etat, schildert Kraus. Dank vieler kleinerer Sponsoren kann der KSV Gottmadingen auch Ringergrößen aus Deutschland und dem Ausland in die Kämpfe schicken, die an Welt- und Europameisterschaften Medaillen errungen oder an Olympischen Spielen teilgenommen haben. "Ziel ist es, in der neuen Liga mitzumischen", so Kraus. Der Verein strebe künftig an, wie einst in der zweithöchsten deutschen Liga zu ringen.