Die Gemeinde hat einen neuen Seniorenrat. Wahlberechtigt waren 3029 Bürger, davon machten 1371 Personen von ihrem Wahlrecht Gebrauch, was einer Wahlbeteiligung von 45,26 Prozent entspricht.

Mathias Kossmann vom Hauptamt gab die Wahlergebnisse bei einem Pressegespräch bekannt. Insgesamt hatten zehn Personen kandidiert. Vier davon standen zur Wiederwahl und die anderen sechs hatten sich erstmals zur Wahl gestellt.

Das sind die Gewählten

Die Stimmenverteilung der Gewählten: Christl Löffler (1076 Stimmen), Walter Benz (1071), Franz Konrad (1060), Marie-Theres Oni (995), Harald Beck (907), Hans-Dieter Steier (899), Gerda Ptak (884), Heinrich Gabriel (872). Silvia Föhrenbacher (722) und Hans Gassen (511) sind Ersatzkandidaten. "Das Durchschnittsalter des neu gewählten Seniorenrates liegt bei 72 Jahren", sagte Mathias Kossmann.

Bürgermeister Michael Klinger dankte den vier scheidenden Seniorenräten Franz Deschner, Inge Fröhlich, Karl Reischmann und Rosemarie Kress. Er war aber auch froh, dass die Wahlberechtigten bei zehn Kandidaten eine echte Wahl hatten. "Der Seniorenbeirat ist für mich auch eine Form der Bürgerbeteiligung", so Klinger. Bisher sei die Zusammenarbeit sehr gut gewesen und das werde sicher auch so weitergehen.

"Mit Bohren passiert was"

Das neu gewählte Gremium wird nun in seiner nächsten Sitzung einen Sprecher wählen. Walter Benz, amtierender Vorsitzender des Seniorenbeirats, weiß, dass sich Beharrlichkeit auszahlt: "Mit Bohren passiert was. Aber man muss einen langen Atem haben."

Senioren haben ähnliche Themen wie die Jungen auch

Der Einsatz gelte spezifisch den Älteren, die anstehenden Themen wie Gewerbegebiet, öffentlicher Nahverkehr, Mobilitätsprobleme für weniger bewegliche Menschen im Alter, Altersarmut und Flüchtlinge sollen aber nicht nur aus dem Blickwinkel der Senioren thematisiert werden, denn im Grunde beschäftigen sich die Senioren mit nichts anderem als die jungen Menschen. Eines dieser gemeinsamen Themen ist Mobilität. Und die Idee eines Bürgerbusses, wie ihn der Seniorenrat in der Nachbargemeinde Rielasingen-Worblingen umgesetzt hat, treibt auch die Gottmadinger um.

Diesmal nutzten etwas weniger ihr Wahlrecht

Für den Herbst plant der Seniorenrat eine Vortragsveranstaltung mit dem Altersmediziner Achim Gowin vom Gesundheitsverbund. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

Die Zahl der Wahlberechtigten ist im Vergleich zur letzten Wahl im Jahr 2015 von 2894 auf 3029 Bürger gestiegen. 2015 hatten 1312 Bürger gewählt, was bedeutet, dass diesmal prozentual etwas weniger der Stimmberechtigten ihr Wahlrecht nutzten.

Die Wahl

Für die diesjährige Wahl haben sich zehn Kandidaten aufgestellt, wovon acht in den Seniorenbeirat gewählt wurden. Stimmzettel wurden Ende April an alle etwa 3000 wahlberechtigten Gottmadinger verteilt. Um den meist etwas älteren Wahlberechtigten das Wahlverfahren so einfach wie möglich zu gestalten, wurde die Form einer Briefwahl gewählt. Die Stimmzettel wurden am 14. Mai im Gottmadinger Rathaus ausgezählt. Die Gemeinde hat sich durch die Briefwahl eine möglichst hohe Wahlbeteiligung erhofft. Fast jeder zweite Wahlberechtigte hat die Gelegenheit gebutzt.