Da könnte manchem Fahr-Nostalgiker das Herz bluten. Ein Teil der Fabrikhallen soll plattgemacht werden. Dort, wo früher die Fahr-Beschäftigten Rohteile für Landmaschinen produziert haben, bis sie die bittere Pille schlucken mussten und die Firma unter damaliger Flagge des Kölner Konzerns Klöckner-Humboldt-Deutz Zug um Zug „Üserer Fabrik“ – wie sie die Mitarbeiter liebevoll nannten – den Garaus machte. Es gab noch einige Eigentümer-Wechsel, im Jahr 2005 folgte aber das endgültige Aus. Nun sollen weitere Teile des Areals aufgepeppt werden, nachdem schon vor etlichen Jahren neues wirtschaftliches Leben in die alten Gemäuer eingezogen ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Diese Pillen sollen nicht bitter schmecken, sondern eher eine vitale Wirkung für das Fahr-Gelände erzeugen: Ein Pharmakonzern schickt sich an, neue Hallen zu belegen. Dabei residiert dort schon ein Unternehmen, ACA Müller, das mit Medikamenten sein Geld erwirtschaftet. Das hätten sich die meisten Fahrianer, die aus dem gesamten Hegau kamen, nicht erträumen lassen, dass ihre Fabrik zum kleinen Pharma-Zentrum wird. Andererseits gibt es die schöne Erkenntnis, dass das alte Areal weiterhin Menschen ihn Lohn und Arbeit bringt. Auch in neuen Produktionsstätten.

http://albert.bittlingmaier@suedkurier.de