Als Dank für ihr ehrenamtliches Engagement haben Bürgermeister Michael Klinger und die Gemeinde Gottmadingen verdiente Bürger in der festlich hergerichteten Fahr-Kantine empfangen. In der Begrüßungsansprache zeigte sich Klinger stolz, so viele Bürger auszeichnen zu können. Nun schon zum neunten Mal war die Fahr-Kantine gefüllt mit den zu Ehrenden, ihren Familien, Freunden und Wegbegleitern sowie Vertretern der Gemeinde und zahlreichen Vereinen.

Gemeinsam für den Klimaschutz

Der Bürgermeister hob die Attraktivität Gottmadingens als Wohnort hervor und erklärte, was alles getan werden müsse, um Gottmadingen und die Region weiterhin lebenswert zu erhalten. Dabei kam er auch auf das Thema Klimawandel und Klimaschutz zu sprechen. „Eine Selbstbeweihräucherung, was wir alles schon in diesem Bereich geschafft haben, wollen wir heute lassen. Es geht um eine Analyse, kreative Gedanken und dem Angebot an alle, beim Klimaschutz mitzumachen“, so Klinger. Die drängendste Aufgabe sieht er in einer Lösung des Verkehrsproblems. Dabei hält Klinger es für wichtig, vor allem etwas für den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs zu tun und diesen auch zu nutzen.

„Wir müssen unser Mobilitätsverhalten ändern“, lautete sein Appell. Um dies zu erreichen, müsse das Angebot attraktiver gestaltet werden: Einzelfahrscheine für einen Euro, sichere Fahrradunterstellplätze, adäquate Bushaltestellen zum Umstieg von Bahn auf Bus, breite Bürgerbeteiligung an der Verkehrsdebatte in der Region. Damit lud der Bürgermeister alle Mitbürger dazu ein, den Klimaschutz gemeinsam voranzutreiben.

„Aschi“ für großen Einsatz geehrt

Als Überleitung zur ersten Laudatio spielte die Band Crossing Neighbours. Ehrungen erfolgten in den Kategorien Kultur und Sonstiges, Soziales und Kirchen, Sport sowie Lebenswerk. Für seinen großen Einsatz in Sachen Kultur ehrte Bernhard Gasser als erster Laudator Dieter Schmied, bekannt als „Aschi“.

Er engagiert sich von der Fasnacht bis hin zur „Experimentellen“, die alle zwei Jahre im Randegger Schloss vom Förderkreis für Kultur und Heimatgeschichte ausgerichtet wird. Inzwischen als europäisches Großereignis bekannt, will da so manch überdimensionales Bild transportiert werden – für Aschi kein Problem.

Der Geschäftsführer des AWO Kreisverbands Konstanz, Reinhard Zedler, bedankt sich bei Walter Riedmüller für sein grosses soziales Engagement.
Der Geschäftsführer des AWO Kreisverbands Konstanz, Reinhard Zedler, bedankt sich bei Walter Riedmüller für sein grosses soziales Engagement. | Bild: Ingrid Ploss

Reinhard Zedler, Geschäftsführer der AWO, ehrte in seiner Laudatio Walter Riedmüller für sein ehrenamtliches Engagement als Vorsitzender des AWO-Ortsvereins Gottmadingen – ein Amt, das er 21 Jahre lang inne gehabt hatte. Noch länger – seit 40 Jahren – ist Riedmüller Mitglied in der SPD. Als Ratsmitglied verband er die politische Arbeit mit dem sozialen Gedanken. Große Freude machte es Georg Ruf, Sportler und ihre Erfolge zu ehren (siehe Bild).

Gerührt bedankt sich Leopold Müller für die Ehrung seines Lebenswerkes. Von links: Peter Löchle, Bürgermeister Michael Klinger und der Geehrte.
Gerührt bedankt sich Leopold Müller für die Ehrung seines Lebenswerkes. Von links: Peter Löchle, Bürgermeister Michael Klinger und der Geehrte. | Bild: Ingrid Ploss

Für seinen unermüdlichen Einsatz für die Gemeinde wurde auch Leopold Müller geehrt. Er engagiert sich bis heute in zahlreichen Vereinen, begleitete öffentliche Ämter, wie Gemeinderat sowie Verwaltungsrat der Sparkasse Gottmadingen, trägt Ehrennadeln des Landes und des südbadischen Handballverbandes und ist Ehrenvorsitzender des TVG sowie des Deutsch-Italienischen Freundeskreises. Sichtlich gerührt nahm Müller die Ehrung entgegen.

Die Band Crossing Neighbours aus Gottmadingen.
Die Band Crossing Neighbours aus Gottmadingen. | Bild: Ingrid Ploss

Mit einer selbst komponierten Hymne auf Gottmadingen verabschiedete sich Crossing Neighbours vom Publikum. Ein Eintrag aller Geehrten ins Goldene Buch bildete den Abschluss des Empfangs, bevor das Büffet eröffnet wurde.