Laue Sommernacht – aufmerksame Zuhörer – ansprechendes Ambiente: Genau die richtigen Zutaten für einen wunderschönen Abend mit dem Frl. Hona-Ensemble auf Schloss Randegg. Und auch der Veranstalter zeigte sich hoch zufrieden.

Eine Unmenge von Veranstaltungen gab es am Samstag im Hegau, so Bernhard Gassner, Vorsitzender im Förderkreis für Kultur und Heimatgeschichte (Fökuhei) in seiner Begrüßung. Gassner beglückwünschte die rund 100 Besucher, sich für Schloss Randegg entschieden zu haben. Dann beherrschten vier jungen Damen Hof und Bühne. Frl. Hona (Kerstin Eckert, Melanie Künz, Judith Prieler und Hanna Schmid) haben Musiktherapie oder Jura studiert und fanden sich als Studentinnen zusammen.

Auch ein Luftballon darf als Instrument herhalten

Inzwischen haben sie ihre Studien abgeschlossen. Der Musik sind sie treu geblieben. Sie haben 16 Instrumente im Koffer und mehr als 30 Lieder im Repertoire. Klavier, Cello, Geige, Gitarre, Glockenspiel, Melodika, das Cajón (Kartontrommel) und auch mal ein Luftballon gehören dazu. Texte, Musik, Arrangements – alles machen sie selbst – zusammen und demokratisch, wie sie selbst es beschreiben. Die jungen Damen müssen halbtags arbeiten, die Musik ernährt sie noch nicht. Eine feste Agentur haben sie noch nicht. Aber immerhin schon zwei Alben produziert: 2013 entstand "The Ground Beneath Our Feet" und 2016 "Of Circles and Waves".

Poetisch, romantisch, aber auch kritisch sind die Lieder. Sie erzählen von Reiseerlebnissen wie in "Trains" oder "Racing Bikes". Nicht gegen die Liebe, aber gegen so manche Liebeslieder richtet sich der "Anti Lovesong". Sie singen deutsch oder englisch, grad wie es zu Thema und Musik passt. Klar und verständlich sind ihre Worte und exakt im Ton ihre Stimmen. Liebevoll und harmonisch kommen sie beim Publikum an und begeistern. Hörenswert sind Frl. Hona, bezaubern und verzaubern das Publikum.