Als Pressemann eigentlich ein Glücksfall – zwei Zeitungsartikel auf einen Narrenstreich – für Feuerwehrleute aber ein großes Ärgernis. Ausgerechnet kurz nach dem Narrenstreich vor dem Gottmadinger Rathaus blieb gegenüber der Bahnsteg-Aufzug stecken. Wieder einmal. Spezialisten der Gottmadinger Feuerwehr mussten laut Kommandant Stefan Kienzler in den vergangenen Wochen gleich sechs Mal ausrücken, um die Aufzugstüre zu öffnen und eingesperrte Passanten den Zugang ins Freie zu ermöglichen. Raus aus dem Fasnachtshäs, rein in die Feuerwehrklamotten hieß es flugs für Thomas Schleicher und Patrick Pingitzer, die beide bei der Gemeinde Gottmadingen angestellt sind. Im Nu konnten sie eine Handvoll überwiegend jüngere Menschen aus ihrer misslichen Lage befreien. Die atmeten sichtlich erleichtert auf. Ein bisschen mulmig kann es einem schon werden, wenn man eine gute halbe Stunde in einem Fahrstuhl verharren muss.

Sichtlich erleichtert verlassen Luisa Dury und Josuah Walter den Aufzug.
Sichtlich erleichtert verlassen Luisa Dury und Josuah Walter den Aufzug. | Bild: Bittlingmaier, Albert

"Immerhin hatten ich ein Getränk dabei. Von daher konnte ich es gut aushalten, bis die Feuerwehrleute die Türe öffneten", sagt Josuah Walter aus Gailingen. Auch eine Freundin, Luisa Dury, war im Aufzug eingesperrt. Andere Freunde hatten den Gang über die Stegtreppe bevorzugt. "Wenn der Aufzug ohnehin so störanfällig ist, sollten ihn nur gehbehinderte Menschen oder Mütter mit Kinderwägen nutzen, nicht aber junge Leute", kommentiert Feuerwehrchef Stefan Kienzler etwas verärgert. An einem kuriosen Narrentag, wie diesem.

Endlich im Freien – da kommt Freude auf. Josuah Walter und Luisa Dury können sich nun ins närrische Getümmel stürzen.
Endlich im Freien – da kommt Freude auf. Josuah Walter und Luisa Dury können sich nun ins närrische Getümmel stürzen. | Bild: Bittlingmaier, Albert
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