Schon am Mittwoch, 10. April, ist Spatenstich für den Neubau der Eichendorffschule in Gottmadingen. Rund 30 Mio. Euro sollen in den Schulneubau investiert werden. Viel Hirnschmalz steckt längst drin. Im Bürgerdialog wurden die Notwendigkeiten abgesteckt und die Wunschvorstellungen auf Realisierbarkeit hin überprüft. In rund zwei Jahren soll der Neubau bezogen werden. Dann wird das bisherige Schulgebäude abgerissen, um Platz für Neues zu schaffen. Aber was? Genau dies soll in den kommenden Monaten in vielen Bürgergesprächen entwickelt werden.

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Zum Auftakt hat Bürgermeister Michael Klinger Anwohner und Interessierte zum Nachbarschaftsgespräch eingeladen, um zu klären, was auf diesem zentralen Gebiet entstehen soll. Gemeinsam mit dem Gottmadinger Sozialkreis hat die Gemeindeverwaltung das nächste, große Bürgerbeteiligungsprojekt angestoßen. Projektleiter ist Stadtplaner Florian Steinbrenner, der bereits in mehreren Projekten Erfahrung mit dem Thema Bürgerbeteiligung gesammelt hat. Finanziell unterstützt wird die Bürgerbeteiligung durch Fördermittel vom Land und der Allianz für Beteiligung.

"Wir vom Förderverein der Schule unterstützen den Prozess gerne." Anna de Giacomo, Förderverein Eichendorffschule
"Wir vom Förderverein der Schule unterstützen den Prozess gerne." Anna de Giacomo, Förderverein Eichendorffschule | Bild: Tesche, Sabine

Einige Punkte sind im Prozess bereits geklärt: Klar ist, dass das Gelände an einen Investor veräussert werden muss. "Das ist zur Finanzierung des Schulneubaus eingeplant", so Steinbrenner. Klar ist auch, dass auf dem Areal Geschosswohnungsbau realisiert werden soll. "Bezahlbarer Wohnraum ist auch in Gottmadingen Mangelware", so Bürgermeister Michael Klinger. Dabei soll ein Konzept für Mehrgenerationenwohnen unter Einbeziehung des Waldorfkindergartens entwickelt werden. Klar ist weiterhin, dass ein attraktiver Treffpunkt für das Quartier geschaffen werden soll. Ziel des Bürgerbeteiligungsprojekts unter dem Leitmotiv "Quartier für alle" sei, Mehrwert für Anwohner und Neubürger zu schaffen.

"Wir haben einen Überblick über mögliche Wohnformen im Alter zusammengestellt."Bernd Eberwein, Kreisseniorenrat
"Wir haben einen Überblick über mögliche Wohnformen im Alter zusammengestellt."Bernd Eberwein, Kreisseniorenrat | Bild: Tesche, Sabine

Dabei hat sich gezeigt: Was in der Nachbarschaft passieren soll, interessiert die Gottmadinger. Über 100 Teilnehmer haben sich zum Auftakt der Bürgergespräche rund um die Zukunft des Eichendorff-Areals an den fünf Spaziergängen mit Diskussionspunkten rund um die Schule beteiligt.

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Moderiert vom Konstanzer Beratungsunternehmen Translake wurde sondiert, was die Anwohner sich nach dem Abriss der dann nicht mehr benötigten Schule auf dem 15 000 Quadratmeter großen Gelände im Gewann Rattenäcker erhoffen: Zum Beispiel einen neuen Namen – Wohnen im Blumenviertel, statt auf Rattenäckern. Wo 50 Jahre die Schule stand, könnte als Treffpunkt ein Nostalgie-Garten für Jung und Alt entstehen, vor allem wünschen sich die Anwohner mehr Platz für Menschen, statt für Autos. Erstrebenswert wäre auch ein Café mit Mittagstisch.