Gegen Ende der zweiten Gemeinde-Impfaktion in der Fahrkantine in Gottmadingen sieht man über den Masken viele strahlende Augen. Einsatz geglückt, vermitteln die Blicke. Bürgermeister Michael Klinger fasst die Freude in Worte: „Wir sind dankbar, dass wir auf diese Weise die Hausärzte entlasten können.“

In der Fahrkantine hat Gottmadingen ein provisorisches Impfzentrum eingerichtet. Die Möglichkeit zur Immunisierung wurde am ...
In der Fahrkantine hat Gottmadingen ein provisorisches Impfzentrum eingerichtet. Die Möglichkeit zur Immunisierung wurde am Donnerstagvormittag rege genutzt. | Bild: Trautmann, Gudrun

213 Menschen hätten sich boostern lassen, sagt Hauptamtsleiterin Martina Stoffel. Die Zahl der Erstimpfungen liege mit zwölf allerdings deutlich hinter den Erwartungen. „Das waren hauptsächlich junge Mütter, die sich in der Schwangerschaft nicht impfen lassen wollten“, hat Kämmerer Andreas Ley beobachtet. Mit der Gesamtzahl sind alle zufrieden. „Viel mehr hätten wir nicht schaffen können“, bemerkt Hugo Rebholz, der die Aktion vom Roten Kreuz aus begleitet hat.

2400 Briefe an über 60-Jährige

Hochmotiviert hat die Verwaltung die Impfaktion des neuen Bahnhofsapothekers Jens Scheibner unterstützt. „Wir haben über Neujahr mit Hilfe der Vereine 2400 Briefe an Personen über 60 Jahren verteilt“, sagt Bürgermeister Klinger. „Wir wollten vor allem die stärker gefährdete ältere Bevölkerung auf die Angebote hinweisen.“

Am 17. Januar haben die Bürger von 10 bis 15 Uhr erneut die Möglichkeit, sich durch ein mobiles Impfteam immunisieren zu lassen. Willkommen sind alle Bewohner des Hegaus, allerdings mit Terminvereinbarung unter (0 77 31) 90 81 11 oder direkt online auf der Webseite der Gemeinde Gottmadingen.

Zügig dank guter Organisation

Der Organisations-Aufwand für die Gemeinde ist groß. Aber er lohnt sich. Vor der Fahrkantine bilden sich kaum Schlangen und wenn, dann liegt es daran, dass einige Impfwillige überpünktlich zum Termin erscheinen. Im Saal geht es zügig in die Kabinen und dann zur Nachbeobachtung.

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Jens Scheibner hat nicht nur den Impfstoff, überwiegend Moderna für die über 30-Jährigen und Biontech für Jüngere, beschafft; er fertigt auch vor Ort die Impfzertifikate und die Kartenausweise an. Scheibner hat die Impfung zusammen mit seiner Frau, der Ärztin Verena Scheibner, und deren Kollegen und Bruder Jochen Jerg aufgegleist.

Das Beschaffen des Impfstoffes sei immer noch schwierig. „Zur Zeit gibt es zu 95 Prozent Moderna. Ich bin froh, dass die Leute das akzeptieren“, sagt er, und freut sich über den Erfolg der Aktion.