In Gailingen lässt es sich recht sicher leben. Das ist das Resümees von Thomas Krebs, Leiter des Singener Polizeireviers. Vor dem Gemeinderat zog er über das Jahr 2019 Bilanz: 31 Verkehrsunfälle hat es in Gailingen gegeben. Unfallschwerpunkte waren die Durchgangsstraßen, wo das Verkehrsaufkommen am stärksten ist. Die Unfallbelastung, die sich aus der Zahl der Unfälle pro 100.000 Einwohner berechnet, entspricht dem Durchschnitt in Baden-Württemberg und im Landkreis.

Spricht über die Sicherheitslage in der Gemeinde: Thomas Krebs, Leiter des Polizeireviers Singen, in der Gemeinderatssitzung.
Spricht über die Sicherheitslage in der Gemeinde: Thomas Krebs, Leiter des Polizeireviers Singen, in der Gemeinderatssitzung. | Bild: Ingeborg Meier

80 Straftaten angezeigt

Besonders niedrig schneidet die Hochrheingemeinde bei der Kriminalitätsbelastung ab. Sie liegt in Land und Kreis bis zu doppelt so hoch. Angezeigt wurden 80 Straftaten, die Aufklärungsquote lag laut Thomas Krebs bei 50 Prozent. Betroffen nahm Bürgermeister Thomas Auer zur Kenntnis, dass es zwei Sexualdelikte, und zwar einen Kindesmissbrauch und Besitz von Kinderpornografie, gegeben hat. „Das Problem ist größer als man denkt“, sagte er.

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Weniger Körperverletzungen

Revierleiter Krebs sprach über Autoaufbrüche, Diebstähle, Sachbeschädigungen. „Aber es gab keinen Wohnungseinbruch“, bemerkte er. Die Zahl der Körperverletzungen ist von 18 im Jahr 2018 auf zwölf im Jahr 2019 gesunken. Von den 43 gefassten Tatverdächtigen hatte nur die Hälfte ihren Wohnsitz in Gailingen, die anderen stammten aus dem ganzen Bundesgebiet. „Das liegt mit an den Reha-Kliniken“, so Krebs. Frauen waren unter den Tatverdächtigen zwei. 30 der Tatverdächtigen waren Erwachsene.

Höherer Anteil an jugendlichen Verdächtigen

Der Anteil der Jugendlichen liegt mit 30 Prozent leicht über dem Landesdurchschnitt. Auch Zerstörungswut am Rathaus gab es wieder. Christoph Schneble (CDU/UWG) wollte wissen, ob da eine Video-Überwachung sinnvoll sein könnte. Er sei kein Freund davon, erwiderte Krebs. Sie sei nur sinnvoll, wenn die Aufzeichnungen ständig kontrolliert würden. Außerdem sei sie im öffentlichen Raum nur an Kriminalitätsschwerpunkten erlaubt, sagte Krebs: „ Und davon ist Gailingen weit entfernt.“ Thomas Auer appellierte an die Bürger, aufmerksam zu sein, und notfalls vorsichtshalber auch Fotos zu machen, wenn ihnen etwas auffalle.