Trotz mehrerer Veranstaltungen in der Umgebung strömten die Besucher am Wochenende in großer Zahl zum Gailinger Dorffest, das in seiner 24. Auflage durchgeführt wurde. Den Menschen sei es eben wichtig, nach den veranstaltungsarmen Corona-Jahren wieder unbeschwert zusammenzukommen und miteinander feiern zu können, meint Bürgermeister Thomas Auer.

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Gut 4000 Gäste hatte die Großveranstaltung nach den Schätzungen der Verantwortlichen alleine am Samstag. Im Freien wurde gutgelaunt bis tief in die Nacht gefeiert. Es sei auch tüchtig konsumiert worden, erzählte Christoph Schneble vom Organisationsteam erfreut: Am Sonntag mussten alle Festwirte Essen und Trinken nachordern. „Wir sind überaus zufrieden“, fasste Auer die Meinungen der Veranstalter zusammen.

Ramsener Straße wird zu Fußgängerzone

Die Veranstalter des Traditionsfests, das sind die örtlichen Vereine und Einrichtungen sowie die Gemeinde. Rund 400 Helfer waren im Einsatz, um die Festmeile in der Ramsener Straße mit Beizen und liebevoll geschmückten Ständen auszustatten und für das leibliche Wohl der Gäste zu sorgen. Ihnen, und den Anwohnern, die ihre Hofflächen und Scheunen den Feiernden zur Verfügung stellten, dankte Auer bei der offiziellen Eröffnung unter dem Applaus der Zuschauer herzlich.

Das Dorffest bestach ein weiteres Mal mit einem vielfältigen kulinarischen Angebot. Neu gab´s Lachs aus dem Smoker und Pasta. „Das schmeckt wie im Kroatien-Urlaub“, lobte Lisa Marinovic die ebenfalls erstmals erhältlichen Cevapcici-Burger. Und Bernhard Koller von den Kochfreunden Gailingen freute sich über den großen Andrang auf die Garnelen-Spieße des Freundeskreises.

Das Wetter perfekt, die Musik toll, Essen und Trinken gut – eingelungenes Dorffest meinten Bettina Braun, Christina Schnabel, ...
Das Wetter perfekt, die Musik toll, Essen und Trinken gut – eingelungenes Dorffest meinten Bettina Braun, Christina Schnabel, Biggi und Mike Busch, Bürgermeister Thomas Auer, Marlene Walther, Corinna Braun und Marco Rotolo (v.l.) | Bild: Ingeborg Meier

Eine Neuerung gab es auch beim musikalischen Unterhaltungsprogramm. Anstatt ausschließlicher Bühnenauftritte zogen mehrere Kapellen auch über die Festmeile und mischten sich unter die Gäste.

Die Kinder freuten sich über den kleinen Kinderflohmarkt und das abwechslungsreiche, fast ausnahmslos kostenfreie Kinderprogramm. Auf die Beine gestellt worden war es von allen Betreuungseinrichtungen, der Schule, den dazugehörenden Fördervereinen und vom Hegau-Jugendwerk. Auf viel Interesse stieß die Kunst- und Handwerksausstellung im Rathaus. Einen bunten Akzent setzten die Oldie-Traktoren der Fahr-Schlepperfreunde.

Treffpunkt für ehemalige Gailinger

Für ehemalige Gailinger ist das Dorffest auch immer Anlass, wieder in die Hochrheingemeinde zu kommen. Er sei eben Heimweh-Gailinger, so der nunmehr seit Jahrzehnten im schweizerischen Frauenfeld lebende Kurt Krämer. Diesmal hatte er einen weiteren Grund für den Besuch: Auf der Festmeile wurde das Klassentreffen seines Geburtsjahrgangs 1938/39 abgehalten.