Die restaurierte Kirchenorgel in der Büsinger Dorfkirche ist da. Lange hatten die Kirchengänger darauf warten müssen. In seiner emotionalen Ansprache hob Pfarrer Matthias Stahlmann hervor, wie lange die Gläubigen seiner Kirchengemeinde Büsingen-Gailingen, die vielen Helfer und natürlich auch er selbst auf diesen Augenblick gewartet hätten.

Doch immer wieder habe er die Gemeinde vertrösten und dabei erklären müssen, weshalb sich der Orgeleinbau verzögere. Einer der Gründe sei die Finanzierung des Vorhabens gewesen. Denn erst als diese schließlich stand, habe der Auftrag für die Restaurierung an den Orgelbauer vergeben werden können.

Die 1500 Pfeifen erklingen im neuen Glanz

Doch nun, nach mehr als drei Jahren, konnte die Orgel im Rahmen eines musikalischen Festgottesdienstes am Reformationstag eingeweiht werden. Am Nachmittag zog Organist Peter Fröhlich alle Register seines Könnens und ließ dabei die 1500 Pfeifen der Orgel erklingen.

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Er erntete für sein beeindruckendes Konzert viel Applaus, wobei seine Darbietungen von majestätisch-barocken Kirchenklängen bis hin zu volkstümlichen Weisen reichten.

Andreas Schmidt hat Orgel gerettet

Eine besondere Rolle bei der Beschaffung des 1937 in der Orgelwerkstätte Dold in Freiburg gebauten Instruments spielte Andreas Schmidt. Er habe die restaurierungsbedürftige Orgel gerettet. Sie war an ihrem ursprünglichen Standort, der Christkönig-Kirche in Titisee-Neustadt, ausgemustert worden.

Schmidt, der unter anderem Organisator von Orgel-Konzertreihen ist, kaufte das zerlegte Instrument 2015 und lagerte es in einer Halle. Gerade er ist stolz und glücklich, dass das gute Stück eine neue Wirkungsstätte in der frisch renovierten Dorfkirche in Büsingen gefunden hat. Die Orgelbau Steinmeyer GmbH übernahm die langwierigen Restaurierungs- und Aufbauarbeiten des Instruments in der Dorfkirche.