Das Restaurant Waldheim, am Rhein oberhalb der Laag gelegen, gehört der Gemeinde Büsingen. Ebenso wie das Restaurant Alte Rheinmühle, das in der Ortsmitte am Rhein liegt. Die beiden gemeindeeigenen Gastronomiebetriebe mussten wie alle deutschen Restaurants wegen Corona schließen.

Die Büsinger Restaurants arbeiten zwar auf schweizerischem Wirtschaftsgebiet, doch sie unterstehen wie die gesamte Gemeinde den Corona-Verordnungen Baden-Württembergs. Das bedeutet, dass das Waldheim früher schließen musste als beispielsweise die Restaurants in Schaffhausen. Auch die Sportvereine FC Büsingen und der Tennisclub Büsingen, die beide in Schweizer Ligen spielen, sind an die deutschen Corona-Verordnungen gebunden.

Die Betreiberwohnung des gemeindeeigenen Waldheims wurde renoviert.
Die Betreiberwohnung des gemeindeeigenen Waldheims wurde renoviert. | Bild: Wolfgang Schreiber

Für Marion Krause bedeutete das die Schließung vor der Schließung. Sie hat das Restaurant Waldheim acht Jahre lang geführt. Auf Dezember 2020 hatte sie schließlich den Pachtvertrag gekündigt. Und das, obwohl der Gemeinderat Büsingen den beiden Pächtern des Waldheims und der Alten Mühle aufgrund der besonderen Situation und des damit verbundenen Betriebsausfalls drei Monatspachten erlassen hatte. Der Gemeinderat hat der Strandbad-Pächterin ebenfalls 1200 Franken der Jahrespacht erstattet.

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Nun musste das Gremium in seiner jüngsten Sitzung noch einmal auf diese Entscheide zurückkommen. Denn in einem offenen Brief an das Bürgermeisteramt wurde von Dieter Hägele im Namen einer IG Büsingen vermutet, der Gemeinderat hätte diese Entscheidungen so gar nicht treffen dürfen. Der Gemeinderat stützte das Bürgermeisteramt jedoch und stimmte einstimmig dafür, dass in dieser Sache kein weiterer Handlungsbedarf von Seiten der Verwaltung bestehe.

Bewerbungsfrist endet Montag

Auch in einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es im Gemeinderat um das Waldheim, nämlich um die Renovierung des Restaurants. Die Betreiberwohnung des Gebäudes sei bereits renoviert und gestrichen worden. Dann sei die Renovierung allerdings unterbrochen worden. Jetzt hat der Gemeinderat nachträglich entschieden, dass die Fenster im Gastbereich eine Dreifachverglasung erhalten sollen.

Noch ist nicht bekannt, wer der zukünftige Pächter des Restaurants sein wird. Bürgermeisterin Vera Schraner wies darauf hin, dass Bewerbungen für die Pacht noch bis zum 15. März eingereicht werden können. Bisher sei lediglich eine Bewerbung für den Gastronomiebetrieb eingegangen, so Schraner.

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Weiter fügte sie an, dass das Bürgermeisteramt mehrere Anrufe mit interessanten Ideen für alternative Nutzungen des Waldheims erreicht hätten. Nach dem 15. März wird die Bürgermeisterin gemeinsam mit dem Gemeinderat darüber sprechen, ob das Waldheim auch in Zukunft als Ausflugslokal genutzt werden soll.