Das Jahr 2021 hat sich für Gailingen positiv entwickelt. Drei große Infrastrukturmaßnahmen wurden in Angriff genommen. Der Dorfkern hat auch optisch durch die Sanierung des westlichen Teils der Hauptstraße deutlich gewonnen. Das Kostenvolumen für diese Maßnahme belief sich auf eine Million Euro. Bereits nach gut einem halben Jahr Bauzeit konnte im Oktober die Ortsdurchfahrt wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Ausblick auf die Pläne für das neue Jahr

Bei der Maßnahme wurden auch die Abwasserkanäle, die Wasserversorgungsleitungen und die Hausanschlüsse vollständig erneuert und zwei Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut. Finanziert wurde die Sanierung mit Mitteln des Regierungspräsidiums, der Gemeinde, sowie mit Zuschüssen aus dem Landessanierungsprogamm.

Schnelles Internet und Bauplätze

Im Oktober fand der Spatenstich statt, der die letzten weißen Flecken in der Breitbandversorgung beseitigen soll und auch die Außen- und Randbezirke mit Gigabit-fähigen Anschlüssen versorgt. Die zwei Millionen teure Maßnahme wird zu neunzig Prozent bezuschusst.

Ein ganzes Stück weiter auf den Weg gebracht wurde das geplante drei Hektar große Neubaugebiet Erlenwies. Das Bebauungsplanverfahren läuft, vielleicht kann dort bereits Ende 2022 gebaut werden.

Jüdisches Museum wird erweitert

Verantwortlich fühlte sich Gailingen auch seiner jüdischen Vergangenheit. Nach dem Auszug des Kinderhorts aus dem Bürgerhaus, dem ehemaligen jüdischen Schulhauses und Bezirksrabbinats, wird das jüdische Museum um die Räume der Kinderbetreuungseinrichtung erweitert.

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Im Bereich Kinder und Jugend ist vieles geschehen. Für den geplanten Neubau des katholischen Kindergartens St. Bernhardus, der Platz für acht Gruppen bieten soll, liegt jetzt insgesamt eine Million Euro auf der Seite, ein grobes Planungskonzept wurde erstellt.

Mit einem Jugendforum startete Gailingen als eine von vier Gemeinden im Hegau nun richtig in das Jugendbeteiligungsprojekt „Jugendliche und Erwachsene miteinander in Dialog bringen“.
Mit einem Jugendforum startete Gailingen als eine von vier Gemeinden im Hegau nun richtig in das Jugendbeteiligungsprojekt „Jugendliche und Erwachsene miteinander in Dialog bringen“. | Bild: Ingeborg Meier

Mehr mitreden soll und darf jetzt auch die Jugend: Gailingen nimmt als eine von vier Hegau-Orten am Projekt „Jugendliche und Erwachsene miteinander in Dialog bringen“ des Vereins Integrierte Ländliche Entwicklung Bodensee teil. Ein Jugendforum hat bereits stattgefunden.

Koli-Bakterien im Rhein

Der Sommer hielt eine herbe Enttäuschung bereit: Die Badesaison fiel aus. Der Schwimmspaß fiel vollständig einer Koli-Belastung im Bereich des Rheinuferparks zum Opfer. Das schmerzte nicht nur die Gailinger, sondern ebenso viele andere Menschen in der Region diesseits und jenseits des Rheins.

Die Gemeindeverwaltung war Monate lang bemüht und setzte alle Hebel in Bewegung um die Quelle des bakteriellen Eintrags zu finden – vergebens: Das Badeverbot konnte nicht aufgehoben werden.

Gemeinde trauert um Leo Schreiber

2021 musste die Hochrheingemeinde von einem ihrer verdientesten Bürger Abschied nehmen. Leo Schreiber, Ehrenbürger mit unermüdlichen Engagement in vielen Funktionen und Träger der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg, verstarb im Juli im Alter von 92 Jahren.

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