Die Solidarität der Hochrheingemeinde mit den Menschen in der Ukraine ist groß. Am Sonntag folgten Hunderte dem kurzfristigen Aufruf der Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Gailingen in den Sozialen Medien und kamen in den Kurgarten. Dort gab es Grillwurst und Waffeln. Der Aktionserlös von 3500 Euro geht als Nothilfe in die Kriegsregion.

Europa-Hymne und Sponsoren

Die Aktion wurde mit dem gemeinsamen Singen der Europa-Hymne begonnen. Den Instrumentalklang dazu lieferten Musiker des örtlichen Musikvereins. Diese hatten spontane Verstärkung aus den Musikvereinen in Hilzingen und Weiterdingen erfahren.

Spontan hatten auch die Sponsoren reagiert. Clemens Fleischmann zum Beispiel. Er habe selbstverständlich sofort auf die Anfrage der Organisatoren am Samstagabend hin noch die benötigten Getränke bereitgestellt, so der Geschäftsführer der Ottilienquelle Randegg.

Eine von mehreren Hilfsaktionen

Die Aktion, bei der vierhundert Würste und dreihundert Waffeln Abnehmer fanden, ist eine von mehreren, die in den vergangenen Tagen in der Hochrheingemeinde unter der Bezeichnung „Gailingen hilft“ starteten.

Die Freiwillige Feuerwehr hat sich an der Spendenaktion der Feuerwehren des Landkreises Konstanz beteiligt und feuerwehrtechnisches Gerät zur zentralen Sammelstelle in Fellbach geschickt. Kommandant Jürgen Ruh spricht von zweihundert Meter Schlauch, einigen Strahlrohren und überzähligen Einsatzjacken: „Alles gutes und funktionsfähiges Material.“

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Fast alle Vereine und viele Einrichtungen in Gailingen unterstützen die Nothilfe-Aktion. Sie haben Spenden angekündigt. Die Gemeinde hat am Donnerstag ein Spendenkonto eingerichtet. Und am Rathaus hat man sich in Erwartung von Kriegsflüchtlingen bereits erfolgreich an die Wohnraumbeschaffung gemacht. Bis jetzt sind laut Bürgermeister Thomas Auer drei Menschen aus der Ukraine eingetroffen: „Sie haben Familie hier.“

Spendenkonto: Gemeinde Gailingen, IBAN DE89 6925 1445 0005 6409 82, BIC SOLADES1ENG, „Nothilfe Ukraine“.