Während sich sonst schon bei den ersten Sonnenstrahlen im April recht viele Leute im Rheinuferpark entspannen, war der idyllische Uferstreifen diesmal menschenleer. Seit Mitte März war der Gailinger Uferpark im Rahmen der Corona-Maßnahmen gesperrt.

Die Regelung traf, wie Gailingens Bürgermeister Thomas Auer berichtet, auf Verständnis und Einsicht: Die Leute hätten sich daran gehalten, ihm seien keine Verstöße bekannt. Seit dem 15. Mai ist der Rheinuferpark wieder geöffnet – ohne Badebetrieb. Auch das Kiosk-Restaurant hat geöffnet. Es gebe zwar kein Badeverbot an dieser Stelle, aber die Corona-Rechtsverordnung untersage den Betrieb von Bädern, erklärt der Bürgermeister. Deshalb sei die Bade-Infrastruktur des Rheinuferparks nicht in Betrieb. Auf die Toilette gehen könne man. Aber die Umkleiden und Duschen seien geschlossen, die Kinderplantschbecken gesperrt.

Keine Badeaufsicht vor Ort

Ob man trotzdem in das Wasser steigen darf? Da sieht der Gemeinde-Chef und promovierte Jurist Auer eine Grauzone. Empfehlen würde er den Sprung in den Rhein keinesfalls , meint er und weist darauf hin, dass auch keine Badeaufsicht vor Ort sei. Die Abstandsregelungen und Kontaktgebote müssen auch auf der Liegewiese eingehalten werden. Ein Ordner kontrolliert das. Und um den Andrang in Grenzen zu halten, hat die Gemeinde die Anzahl der Parkplätze verringert.

Die großen Schwierigkeiten sieht Auer erst in den heißen Monaten kommen, in denen es normalerweise gerade an den Wochenenden einen Massenansturm auf den Rheinuferpark gibt. Im Augenblick ist der Grenzübertritt ohne triftigen Grund für die Schweizer Bürger, bei denen der Gailinger Uferpark hoch in der Gunst steht, noch nicht erwünscht. Wie das im Hochsommer aussehen wird, ist noch ungeklärt.

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Aber auch ohne die Besucher von jenseits des Rheins wird es im Hochsommer sicherlich zu eng, falls die Kontakt- und Abstandsregelungen nicht aufgehoben werden. „Dann werden wir die Gäste zählen und gegebenenfalls abweisen“, so Thomas Auer.

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