Seit Anfang des Monats gibt es in Gailingen 45 neue Kindergartenplätze für Kinder über drei Jahren. Um sie zu schaffen wurde das zweite Obergeschoss des ehemaligen Pflegeheimes Friedrichsheim zu einer Außenstelle des katholischen Kindergartens St. Bernhardus für die Betreuung von zwei Gruppen umgebaut. Jetzt fand die Einweihung mit einem Tag der offenen Tür und der Segnung der Räumlichkeiten durch Pfarrer Claudius Stoffel statt.

Die frühere Altenpension ist im Besitz der Gemeinde. Deshalb finanziert diese die gut eine halbe Million Euro teure Maßnahme allein. Betrieben wird die Bernhardus-Außenstelle wie schon das Haupthaus von der katholischen Kirche als Kindergartenträger.

Sie wird als Übergangslösung angesehen. Mittelfristig soll es einen Kindergarten-Neubau oder eine umfangreiche Erweiterung des St. Bernhardus-Kindergarten-Haupthauses geben.

Dank und Anerkennung

Der Tag der offenen Tür war gut besucht. „Hier ist alles wunderschön“, sangen die Kinder zur Begrüßung. Tanja Reisenhauer vom Elternbeirat sprach von einer pädagogisch sorgfältigen und liebevollen Einrichtung. Auch Bürgermeister Thomas Auer lobte die Kiga-Außenstelle in seiner Festrede. Was für ihn wichtig war: „Es ist das Personal für eine hervorragende Betreuung vorhanden.“

Sein Dank galt allen Beteiligten: den Handwerkern und Fachbüros, insbesondere den Verantwortlichen in der katholischen Pfarrgemeinde und den übergeordneten Stellen. Dankesworte sprach er auch dem Gemeinderat und dem Kindergartenteam aus, das bereit gewesen sei, diese vorläufige Lösung trotz des Mehraufwands mitzutragen, sowie dem Fachberater der Caritas für Kinderbetreuungseinrichtungen, Bernd Pandenburg. Pandenburg hat die Planungsphase begleitet.

Ganz viel Anerkennung erhielt die Architektin Ulrika Leisinger-Manogg. Stefan Benner von der Verrechnungsstelle für katholische Kirchengemeinden Singen freute sich über die gelungene Projektumsetzung. Ein dickes Lob zollte er der Kindergartenleiterin Tanja Frühwirth, die von Anfang an hinter dieser Entscheidung gestanden habe. Von Seite der Kirche aus sei sie der Dreh- und Angelpunkt gewesen.

Benner schaute aber auch in die Zukunft: Er zeigte sich zuversichtlich, mit diesem Team ein zukunftsgerichtetes Konzept für den Kindergarten auf den Weg bringen zu können.

Zwei Standorte – eine Herausforderung

Frühwirth und ihre Stellvertreterin Ute Machat gingen auf die Struktur im Friedrichsheim ein: 34 der 45 Plätze seien belegt. Betreut würden eine Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten und eine Ganztagesgruppe. Die Herausforderung liege darin, das Kindergartenkonzept an zwei Standorten umzusetzen und Kindern sowie Mitarbeitern an zwei Stellen ein Zuhause zu bieten, so Frühwirth. „Wir sind Sprachkita im Bundesprogramm und haben das Beki-Zertifikat für bewusste Kinderernährung. Das werden wir in auch in unseren nunmehr beiden Häusern leben“, versprach sie.